- 8 Min. Lesezeit | Zuletzt aktualisiert am
- 09.12.2025
Basalzelltumor & Basalzellkarzinom bei Katzen – alles was du wissen musst
Ein kleiner Knoten unter der Haut, eine verdächtige Verdickung oder eine kahle, dunkle Stelle im Fell – viele Katzenhalter erschrecken, wenn sie so etwas bei ihrer Katze entdecken. Besonders dann, wenn plötzlich Begriffe wie Basalzelltumor oder Basalzellkarzinom im Raum stehen. Geht es „nur“ um einen gutartigen Hauttumor – oder um Hautkrebs bei der Katze?
In diesem Artikel erfährst du verständlich erklärt, was ein Basalzelltumor und was ein Basalzellkarzinom bei Katzen ist, wie sie sich unterscheiden und warum beides ernst genommen werden sollte, ohne sofort in Panik zu geraten. Wir schauen uns typische Anzeichen an, erklären die Diagnose beim Tierarzt und zeigen, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
🐾 Wie gefährlich ist ein Basalzelltumor bei Katzen?
In den meisten Fällen ist ein Basalzelltumor bei Katzen gutartig und lässt sich durch eine rechtzeitige Operation sehr gut behandeln. Wird jedoch ein Basalzellkarzinom (die bösartige Form) festgestellt, kann es lokal aggressiv wachsen – je früher der Tierarzt eingreift, desto besser sind die Chancen auf vollständige Heilung.
Das Wichtigste im Überblick:
🔍 Unterschied: Basalzelltumor (meist gutartig) vs. Basalzellkarzinom (bösartig) – sicher unterscheiden lässt sich das nur über eine Gewebeuntersuchung (Biopsie / Feinnadelaspiration).
🧬 Häufigkeit & Risiko: Basalzelltumoren gehören zu den häufigen Hauttumoren der Katze, treten vor allem bei älteren Tieren auf und können unter anderem mit Alter, genetischer Veranlagung und UV-Strahlung zusammenhängen.
🩺 Behandlung: Standard ist die chirurgische Entfernung mit Sicherheitsrand; bei ungünstiger Lage können spezialisierte Verfahren wie Strahlentherapie oder andere lokale Therapien ergänzend eingesetzt werden.
✅ Prognose: Wird der Tumor früh entdeckt und vollständig entfernt, ist die Prognose meist sehr gut; Metastasen sind bei diesen Hauttumoren eher selten.
👀 Was du tun solltest: Neue oder wachsende Knoten nicht „nur beobachten“, sondern zeitnah tierärztlich abklären lassen und bei älteren Katzen regelmäßige Haut- und Fell-Checks einplanen.
📚 Studienhinweis: Eine Auswertung von 124 Katzen mit Basalzelltumoren (Vet Pathology, „Feline Basal Cell Tumors: A Review of 124 Cases“) zeigte, dass diese Tumoren einen großen Anteil der Hauttumoren ausmachen und die Prognose nach vollständiger Entfernung in der Regel sehr gut ist.
📌 Hinweis: Diese Übersicht ersetzt keine Diagnose oder Therapieempfehlung. Bei jedem Knoten oder verdächtigen Hautveränderungen solltest du deine Katze von einer Tierärztin oder einem Tierarzt untersuchen lassen.
1. Basalzelltumor vs. Basalzellkarzinom: Wo liegt der Unterschied?
Wenn Tierärzt*innen von einem „Basalzelltumor“ sprechen, klingt das zunächst beunruhigend – doch nicht jeder Tumor bedeutet automatisch Krebs. Entscheidend ist, ob die Veränderung gutartig oder bösartig ist. Beide Formen entstehen aus denselben Hautzellen, den Basalzellen der Epidermis, verhalten sich aber völlig unterschiedlich.
Basalzelltumor (gutartig)
Ein Basalzelltumor ist eine gutartige Neubildung, die sich meist langsam entwickelt und oft klar begrenzt ist. Viele dieser Tumoren wachsen lokal, ohne umliegendes Gewebe zu zerstören, und bilden keine Metastasen. Sie können dennoch stören oder größer werden, weshalb Tierärzt*innen oft eine Entfernung empfehlen – vor allem, wenn die Stelle blutet, sich verändert oder an einer mechanisch ungünstigen Körperregion liegt.
Typische Merkmale gutartiger Basalzelltumoren:
- meist einzelner, klar abgegrenzter Knoten
- langsames Wachstum
- selten schmerzhaft
- keine Streuung in andere Organe
Basalzellkarzinom (bösartig)
Das Basalzellkarzinom – oft auch Basaliom genannt – ist die bösartige Variante. Es wächst invasiver, kann gesundes Gewebe zerstören und zeigt eine deutlich höhere Tendenz, größer und aggressiver zu werden. Auch wenn Metastasen bei Katzen relativ selten sind, darf die Erkrankung keinesfalls unterschätzt werden. Die Behandlung erfolgt meist chirurgisch, teils kombiniert mit Strahlentherapie, besonders wenn der Tumor schwer zugänglich oder bereits sehr ausgedehnt ist.
Typische Merkmale eines Basalzellkarzinoms:
- unregelmäßige, teils geschwürige Oberfläche
- schnelleres, invasives Wachstum
- mögliche Zerstörung umliegender Gewebestrukturen
- selten, aber möglich: metastatische Ausbreitung
Warum die Unterscheidung so wichtig ist
Für dich als Katzenhalter*in sehen beide Varianten oft ähnlich aus – die sichere Differenzierung gelingt nur durch eine Gewebeprobe (Biopsie) oder Feinnadelaspiration. Die Diagnose entscheidet über die passende Therapie und beeinflusst die Prognose maßgeblich.
Kurz gesagt:
- Basalzelltumor = häufig gutartig, gut behandelbar
- Basalzellkarzinom = bösartig, benötigt schnelle und konsequente Therapie
Eine frühzeitige tierärztliche Abklärung erhöht in beiden Fällen die Chancen auf eine vollständige Heilung deutlich.
2.Wie häufig sind Basalzelltumoren bei Katzen?
Hauttumoren gehören zu den häufigsten Tumorarten bei Katzen – und Basalzelltumoren spielen dabei eine wichtige Rolle. Besonders auffällig ist, dass sie vor allem bei älteren Katzen auftreten. Viele betroffene Tiere sind zum Zeitpunkt der Diagnose bereits im mittleren bis höheren Alter.
Basalzellkarzinome, also die bösartige Variante, sind im Vergleich zu anderen Hautkrebsformen zwar nicht die häufigste Art von Krebs, kommen aber dennoch regelmäßig in Tierarztpraxen vor. Oft werden sie zunächst als „harmloser Knubbel“ abgetan und fallen erst auf, wenn sie wachsen, bluten oder die Katze sich vermehrt kratzt.
Wichtige Punkte im Überblick:
- Hauttumoren sind bei Katzen keine Seltenheit
- Basalzelltumoren betreffen vor allem ältere Tiere
- Helle oder unpigmentierte Hautpartien scheinen insgesamt empfindlicher zu sein, wenn es um UV-bedingte Hautschäden geht
- Viele Veränderungen werden zufällig beim Streicheln entdeckt
Für dich als Halter bedeutet das: Je älter deine Katze wird, desto wichtiger werden regelmäßige „Streichel-Checks“, bei denen du Haut und Fell bewusst nach Knoten oder kahlen Stellen absuchst.
3.Ursachen und Risikofaktoren
Warum eine Katze genau einen Basalzelltumor oder ein Basalzellkarzinom entwickelt, lässt sich in den meisten Fällen nicht eindeutig beantworten. Wie beim Menschen spielen mehrere Faktoren zusammen, die letztlich dazu führen, dass sich bestimmte Hautzellen unkontrolliert teilen.
Mögliche Einflussfaktoren sind unter anderem:
- Genetische Veranlagung
Manche Katzen scheinen eine höhere Neigung zu Hauttumoren zu haben als andere. Das kann an der Rasse, an bestimmten Linien oder an individuellen genetischen Besonderheiten liegen. - UV-Strahlung und Sonne
Intensive Sonneneinstrahlung kann die Haut schädigen – besonders bei hellen Katzen oder an wenig behaarten Körperstellen wie Ohrrändern, Nase oder Augenlidern. Wiederholte UV-Schäden erhöhen allgemein das Risiko für bestimmte Hautkrebsarten. - Alter der Katze
Mit zunehmendem Alter sammeln sich im Körper mehr „Fehler“ in der Zellteilung an. Das erklärt, warum Hauttumoren insgesamt deutlich häufiger bei Senioren auftreten. - Chronische Hautreizungen oder Entzündungen
Dauerhafte Reizung, Kratzen, Entzündungen oder schlecht heilende Wunden können das Gewebe zusätzlich belasten. In manchen Fällen entwickeln sich Tumoren bevorzugt in solchen Bereichen.
Ganz wichtig: Schuldgefühle bringen hier nichts. Selbst bei bester Haltung, hochwertigem Futter und guter Pflege kann eine Katze einen Tumor entwickeln. Entscheidend ist, Veränderungen frühzeitig zu bemerken und abklären zu lassen.
4. Symptome: So erkennst du einen Basalzelltumor bei deiner Katze
Basalzelltumoren können sehr unterschiedlich aussehen. Manche fallen sofort auf, andere verstecken sich unter dichtem Fell und werden nur zufällig entdeckt. Deshalb lohnt es sich, deine Katze regelmäßig bewusst anzuschauen und abzufühlen.
Typische Anzeichen können sein:
- ein oder mehrere feste Knoten in oder unter der Haut
- klar abgegrenzte, runde oder leicht unregelmäßige „Knubbel“
- haarlose oder dünn behaarte Stellen über dem Knoten
- dunkle, graue oder schwarz wirkende Verfärbungen
- warzige, knotige oder leicht erhabene Hautveränderungen
Beim Basalzellkarzinom kommen oft noch weitere Auffälligkeiten dazu:
- geschwürige, offene oder nässende Stellen
- wiederkehrendes Bluten, Krustenbildung
- die Stelle wirkt gereizt, entzündet oder verändert sich sichtbar über Wochen
- die Katze kratzt, leckt oder beißt verstärkt an dieser Region
Achtung bei folgenden Warnsignalen:
- ein Knoten wächst in kurzer Zeit deutlich
- die Oberfläche verändert sich (von glatt zu rau, blutend, verkrustet)
- die Katze zeigt Schmerzen beim Anfassen
- in der Nähe scheinen „Beulen“ an Lymphknoten aufzutreten
- deine Katze nimmt ab, wirkt matt oder zieht sich zurück
Wichtig ist: Mit bloßem Auge lässt sich nicht sicher unterscheiden, ob es sich um einen gutartigen Basalzelltumor, ein Basalzellkarzinom oder sogar um eine ganz andere Art von Tumor oder Hautveränderung handelt. Jede neu entdeckte oder sich verändernde Hautstelle sollte deshalb tierärztlich untersucht werden – je früher, desto besser die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung.
5.Diagnose beim Tierarzt: Welche Untersuchungen sind nötig?
Die sichere Unterscheidung zwischen Basalzelltumor, Basalzellkarzinom und anderen Hautveränderungen ist nur beim Tierarzt möglich. In der Regel untersucht er deine Katze zunächst gründlich, tastet den gesamten Körper ab und entnimmt anschließend eine Gewebeprobe (z.B. Feinnadelaspiration oder Biopsie), die im Labor ausgewertet wird. Bei Verdacht auf eine weiter fortgeschrittene Erkrankung können zusätzlich Röntgen, Ultraschall oder andere bildgebende Verfahren sinnvoll sein.
Eine ausführliche Übersicht zu den wichtigsten Untersuchungsmethoden – von Blutbild bis Biopsie – findest du in unserem eigenen Blogartikel zur Diagnose und Früherkennung von Krebs bei Katzen, den wir dir an dieser Stelle ausdrücklich empfehlen.
6.Behandlungsmöglichkeiten: Was tun beim Basalzellkarzinom?
Beim Basalzellkarzinom steht in den allermeisten Fällen die chirurgische Entfernung im Mittelpunkt. Ziel ist, den Tumor mit einem kleinen Sicherheitsrand im „gesunden“ Gewebe zu entfernen, damit möglichst keine Tumorzellen zurückbleiben. Je nach Lage (zum Beispiel am Ohr, an der Nase oder am Augenlid) kann der Eingriff kleiner oder aufwendiger ausfallen – das besprichst du im Detail mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt.
Wenn der Tumor sehr ungünstig liegt oder nicht komplett entfernt werden kann, kann zusätzlich eine Bestrahlung in Betracht kommen. Das wird meist in spezialisierten Kliniken angeboten und individuell geplant. Bei sehr alten oder vorerkrankten Katzen geht es häufig darum, gemeinsam abzuwägen, welche Behandlung den besten Kompromiss aus Lebensqualität, Belastung und Erfolgsaussichten bietet.
Weitere Maßnahmen wie Schmerztherapie, Wundpflege und regelmäßige Nachkontrollen sind wichtig, um die Heilung zu unterstützen und ein Wiederauftreten früh zu bemerken. Einen umfassenden Überblick über alle gängigen Therapieformen bei Krebs findest du in unserem allgemeinen Artikel zur Behandlung von Krebs bei Katzen – in diesem Beitrag konzentrieren wir uns vor allem auf das Basalzellkarzinom als spezielle Form von Hautkrebs.
7.Prognose: Wie sind die Heilungschancen?
Die gute Nachricht zuerst: Viele Basalzellkarzinome bei Katzen lassen sich bei rechtzeitiger Diagnose sehr gut behandeln. Wird der Tumor früh entdeckt und vollständig entfernt, stehen die Chancen oft hervorragend, dass die Katze noch lange Zeit beschwerdefrei leben kann.
Die Prognose hängt im Wesentlichen von ein paar Faktoren ab:
- Tumorgröße und -tiefe zum Zeitpunkt der Diagnose
- Lage des Tumors (zum Beispiel gut zugänglich oder in der Nähe wichtiger Strukturen wie Auge oder Nase)
- Ob der Tumor bei der Operation komplett mit ausreichendem Sicherheitsrand entfernt werden konnte
- Allgemeinzustand und Alter der Katze
Basalzellkarzinome gelten als lokal aggressiv, neigen aber vergleichsweise selten zur Bildung von Metastasen in anderen Organen. Das bedeutet: Sie können an der betroffenen Stelle viel Schaden anrichten, sind aber oft gut kontrollierbar, wenn früh gehandelt wird.
Eine häufig zitierte und sehr aussagekräftige Studie ist Feline Basal Cell Tumors: A Review of 124 Cases von Diters & Walsh (1984). In dieser Untersuchung wurden 124 Katzen mit Basalzelltumoren analysiert — das entsprach 10,9 % aller felinen Hauttumoren in der untersuchten Gruppe. Die Studie zeigt deutlich: Bei frühzeitiger und vollständiger chirurgischer Entfernung ist die Prognose in der Regel sehr gut, Metastasen sind extrem selten.
Entscheidend für eine gute Prognose sind deshalb zwei Dinge: frühzeitig zum Tierarzt gehen, sobald dir ein verdächtiger Knoten auffällt, und empfohlene Nachkontrollen ernst nehmen. So hast du die besten Chancen, deiner Katze ein möglichst langes, bequemes und unbeschwertes Leben zu ermöglichen.
8. Leben mit einer an Hautkrebs erkrankten Katze
Nach der Diagnose Basalzellkarzinom geht es im Alltag vor allem darum, deiner Katze ein möglichst entspanntes, schmerzfreies Leben zu ermöglichen. Dazu gehören eine gute Schmerztherapie, angepasste Aktivität, stressarme Umgebung und regelmäßige tierärztliche Kontrollen.
Ausführliche Tipps zur Ernährung, Schmerzmanagement, Medikamentengabe und emotionalen Unterstützung findest du in unserem eigenen Blogartikel Alltag mit krebskranker Katze: Fressen, Schmerzen, Palliativphase.
9.Vorbeugung: Was kannst du tun?
Basalzellkarzinome lassen sich nicht immer verhindern, aber du kannst das Risiko verringern: Zum Beispiel durch Sonnenschutz bei hellen Katzen, regelmäßige „Knoten-Checks“ beim Streicheln und Routineuntersuchungen beim Tierarzt, vor allem bei älteren Tieren.
Mehr dazu, wie du Hautveränderungen früh erkennst und welche Vorsorge bei Katzen generell sinnvoll ist, erfährst du in unserem eigenen Blogartikel zur Vorbeugung von Krebs bei Katzen.
10.CBD Öl als Ergänzung bei Katzen mit Basalzellkarzinom
CBD Öl kann bei Katzen mit Basalzellkarzinom eine sinnvolle ergänzende Maßnahme sein – ersetzt aber niemals Operation, Bestrahlung oder andere schulmedizinische Therapien.
In Labor- und Tiermodellen zeigt Cannabidiol potenziell tumorhemmende Effekte, etwa indem es das Wachstum von Tumorzellen bremst und programmierte Zellabtötung (Apoptose) fördert. Diese Ergebnisse stammen jedoch überwiegend aus präklinischen Studien und nicht speziell von Katzen mit Basalzellkarzinom.
Praktisch relevanter im Alltag mit einer krebskranken Katze sind aktuell vor allem die allgemeinen Vorteile von CBD als Begleittherapie:
- Unterstützung bei Schmerz- und Entzündungsgeschehen
- Förderung von Entspannung und Stressreduktion (z.B. nach Operation, bei häufigen Tierarztbesuchen)
- mögliche Hilfe bei Appetit, Übelkeit und allgemeinem Wohlbefinden
So kann CBD Öl – richtig eingesetzt – helfen, die Lebensqualität einer Katze mit Basalzellkarzinom zu verbessern und klassische Therapien sinnvoll zu begleiten. Wichtig ist, spezielle Produkte für Katzen ohne THC zu verwenden, empfehlenswert sind z.B. die hochwertigen CBD Öle für Katzen von CANNABY. Sie enthalten neben CBD auch Lachsöl, was sehr gut angenommen wird.
FAQ ZU BASALZELLTUMOREN BEI KATZEN
Was ist ein Basalzelltumor bei der Katze?
Ein Basalzelltumor ist ein Hauttumor, der aus den Basalzellen der oberen Hautschicht entsteht. Bei Katzen sind diese Tumoren relativ häufig und in vielen Fällen gutartig, wachsen also vor allem lokal und streuen nicht in andere Organe.
Was ist der Unterschied zwischen Basalzelltumor und Basalzellkarzinom?
Basalzelltumor ist der Oberbegriff für diese Art von Hautveränderung. Das Basalzellkarzinom ist die bösartige Variante: Sie wächst aggressiver in die Umgebung ein und kann mehr Gewebe zerstören. Ob der Tumor gutartig oder bösartig ist, lässt sich erst sicher über eine Gewebeuntersuchung feststellen.
Wie gefährlich ist ein Basalzelltumor für meine Katze?
Viele Basalzelltumoren sind gutartig und lassen sich mit einer Operation sehr gut behandeln. Ein Basalzellkarzinom kann lokal viel Gewebe zerstören, bildet aber im Vergleich zu anderen Krebsarten eher selten Metastasen. Entscheidend für die Prognose sind eine frühe Diagnose und eine vollständige Entfernung des Tumors.
Woran erkenne ich einen Basalzelltumor bei meiner Katze?
Typisch sind ein oder mehrere feste Knoten in oder unter der Haut, oft klar begrenzt und manchmal dunkler gefärbt. Beim Basalzellkarzinom können die Stellen geschwürig, verkrustet oder blutend aussehen. Jede neue, wachsende oder sich verändernde Hautveränderung sollte tierärztlich abgeklärt werden.
Ist jeder Knoten in der Haut automatisch ein Tumor oder Krebs?
Nein. Knoten in der Haut können viele Ursachen haben, etwa Abszesse, Lipome (Fettgeschwulste), Zysten oder entzündliche Prozesse. Von außen kann man nicht sicher erkennen, was dahintersteckt. Eine tierärztliche Untersuchung und gegebenenfalls eine Gewebeprobe bringen Klarheit.
Wie stellt der Tierarzt fest, ob der Tumor gut- oder bösartig ist?
Nach der allgemeinen Untersuchung entnimmt der Tierarzt meist eine Gewebeprobe, zum Beispiel über Feinnadelaspiration oder Biopsie. Das Material wird in einem Labor untersucht. Erst die histologische Auswertung zeigt, ob es sich um einen gutartigen Basalzelltumor oder ein Basalzellkarzinom handelt.
Muss jeder Basalzelltumor operiert werden?
In den meisten Fällen wird zur sicheren Diagnose und Therapie eine Operation empfohlen, vor allem bei wachsenden, störenden oder unklaren Knoten. Die Entscheidung hängt jedoch von Lage, Größe, Verdacht auf Bösartigkeit und dem Allgemeinzustand der Katze ab. Dein Tierarzt bespricht mit dir, wann eine Operation sinnvoll ist und welche Alternativen es gibt.
Kann man ein Basalzellkarzinom auch ohne Operation behandeln?
Die chirurgische Entfernung ist in der Regel die wichtigste Therapie. Wenn ein Tumor nicht vollständig operiert werden kann oder ungünstig liegt, kommen in spezialisierten Kliniken weitere Verfahren wie Strahlentherapie oder andere lokale Behandlungen infrage. Eine rein medikamentöse Therapie ohne lokale Behandlung reicht meist nicht aus, um das Karzinom dauerhaft zu kontrollieren.
Wie sind die Heilungschancen bei einem Basalzellkarzinom der Katze?
Wird das Basalzellkarzinom früh entdeckt und mit ausreichendem Sicherheitsrand entfernt, sind die Chancen oft sehr gut, dass die Katze lange beschwerdefrei bleibt. Wichtig sind eine vollständige Entfernung, eine gute Wundheilung und regelmäßige Nachkontrollen, um ein Wiederauftreten rechtzeitig zu bemerken.
Ist ein Basalzelltumor für andere Tiere oder Menschen ansteckend?
Nein. Tumoren und Basalzellkarzinome sind nicht ansteckend. Du kannst deine Katze wie gewohnt streicheln und mit ihr zusammenleben. Wichtig ist vor allem, die empfohlene Behandlung und Nachsorge konsequent umzusetzen.
Spürt meine Katze Schmerzen bei einem Basalzelltumor?
Viele Tumoren verursachen anfangs wenig oder keine Schmerzen. Sie können aber schmerzhaft werden, wenn sie größer werden, entzündet sind oder geschwürig aufbrechen. Nach einer Operation erhält die Katze in der Regel eine gezielte Schmerztherapie, damit sie sich gut erholen kann.
Spielt das Alter meiner Katze bei der Entscheidung zur OP eine Rolle?
Ja, aber das Alter ist nur ein Faktor von mehreren. Wichtiger als die Zahl der Jahre ist der allgemeine Gesundheitszustand. Auch ältere Katzen können eine Narkose und Operation gut verkraften, wenn Herz, Kreislauf und Organe stabil sind. Der Tierarzt prüft das im Vorfeld mit geeigneten Untersuchungen und bespricht Risiken und Nutzen mit dir.
Kann CBD Öl meine Katze mit Basalzellkarzinom unterstützen?
CBD Öl kann als begleitende Maßnahme eingesetzt werden, zum Beispiel zur Unterstützung von Wohlbefinden, Entspannung und Schmerzmanagement. Es ersetzt aber niemals die tierärztliche Behandlung des Tumors. Wenn du CBD verwenden möchtest, solltest du das immer vorher mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt besprechen, vor allem wenn deine Katze andere Medikamente erhält.
Was kann ich tun, um Basalzelltumoren möglichst früh zu erkennen?
Gewöhne dir an, deine Katze regelmäßig bewusst abzutasten und Haut und Fell anzuschauen, besonders bei älteren Tieren. Achte auf neue Knoten, Veränderungen in Größe oder Oberfläche und auffällige kahle, gerötete oder dunkle Stellen. Bei jeder Unsicherheit gilt: lieber einmal mehr zum Tierarzt gehen als zu lange abzuwarten.
11.Fazit: Früh handeln, Lebensqualität sichern
Basalzelltumor und Basalzellkarzinom sind für Katzenhalter erstmal ein Schock – müssen aber nicht automatisch ein Todesurteil sein. Je früher ein verdächtiger Knoten entdeckt, tierärztlich abgeklärt und gegebenenfalls entfernt wird, desto besser sind in der Regel die Aussichten für deine Katze.
Wichtig ist, dass du Hautveränderungen nicht „beobachtest“, sondern zeitnah in der Praxis vorstellen lässt. Der Tierarzt oder die Tierärztin kann dann klären, ob es sich um einen gutartigen Basalzelltumor, ein Basalzellkarzinom oder eine andere Ursache handelt und einen passenden Behandlungsplan erstellen.
Begleitende Maßnahmen wie angepasste Pflege, eine ruhige Umgebung und – nach Rücksprache mit dem Tierarzt – auch der Einsatz von CBD Öl können zusätzlich helfen, die Lebensqualität deiner Katze zu verbessern. Entscheidend ist immer: Du bist nicht allein mit dieser Diagnose, und mit der richtigen Unterstützung kann deine Katze trotz Hautkrebs noch viele gute Momente mit dir erleben.
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