Liposarkom bei Katzen: Symptome, Diagnose, Behandlung und Prognose

Ein Liposarkom bei Katzen ist ein seltener, bösartiger Tumor des Fettgewebes – und genau deshalb sorgt die Diagnose (oder schon ein neu entdeckter Knoten) oft für große Unsicherheit. In vielen Fällen wirkt die Schwellung anfangs harmlos, weil sie einem gutartigen Lipom ähneln kann. Entscheidend ist aber: Ob ein Knoten gut- oder bösartig ist, lässt sich nicht zuverlässig „von außen“ beurteilen – dafür braucht es eine tierärztliche Abklärung und meist eine Gewebeuntersuchung.

In diesem Artikel erfährst du verständlich, welche Symptome typisch sind, wie die Diagnose abläuft, welche Behandlungsoptionen es gibt und wovon die Prognose wirklich abhängt.

🧠 Was ist ein Liposarkom bei Katzen – und was ist jetzt wichtig?

Ein Liposarkom ist ein seltener, bösartiger Tumor des Fettgewebes bei Katzen. Entscheidend ist eine tierärztliche Abklärung mit Gewebeuntersuchung, weil man es äußerlich nicht sicher von einem Lipom unterscheiden kann. Die Behandlung basiert meist auf einer möglichst vollständigen operativen Entfernung, und die Prognose hängt stark von Tumorgrad und Resektionsrändern ab.

Das Wichtigste im Überblick:

🔍 Diagnose: Sicher möglich meist nur über Histopathologie (Gewebeprobe), nicht durch Abtasten allein.

⚠️ Warnzeichen: Wachsende, feste oder schlecht verschiebliche Knoten sowie Hautveränderungen sollten zeitnah abgeklärt werden.

🏥 Behandlung: Hauptfokus ist die lokale Tumorkontrolle, in der Regel durch Operation mit ausreichend Sicherheitsrand; ergänzende Optionen werden je nach Befund geprüft.

📈 Prognose: Stark individuell; besonders wichtig sind OP-Bericht (freie Ränder ja/nein) und Tumorgrad aus der Histologie.

🔁 Nachsorge: Regelmäßige Kontrollen sind sinnvoll, weil Rückfälle zuerst als neue Schwellung nahe der Narbe auffallen können.

📚 Studienhinweis: Ein Fallbericht im Journal of Veterinary Diagnostic Investigation (SAGE, 2017) beschreibt ein gut differenziert wirkendes (inflammatorisches) Liposarkom bei einer Katze mit späteren Lungenmetastasen – ein Hinweis darauf, dass Verlauf und Risiko individuell sein können.

📌 Hinweis: Dieser Überblick ersetzt keine tierärztliche Diagnose. Wenn du einen wachsenden Knoten bemerkst oder die Diagnose im Raum steht, lass deine Katze zeitnah untersuchen.

1.Was ist ein Liposarkom bei Katzen?

Ein Liposarkom bei Katzen ist ein maligner (bösartiger) Tumor, dessen Zellen eine adipöse, also fettzellähnliche Differenzierung zeigen. Vereinfacht heißt das: Der Tumor „sieht“ unter dem Mikroskop Fettgewebe ähnlich, verhält sich biologisch aber aggressiver. Liposarkome sind selten, können jedoch lokal in umliegendes Gewebe einwachsen und nach unvollständiger Entfernung wieder auftreten.

Abgrenzung zu Lipomen und anderen Tumoren

Wichtig ist die Unterscheidung zum Lipom. Ein Lipom ist ein gutartiger Fettgewebstumor, der meist langsam wächst, häufig weich und verschieblich ist und in der Regel keine Metastasen bildet. Ein Liposarkom kann äußerlich ähnlich wirken, ist aber bösartig und oft schwieriger klar abzugrenzen.

Außerdem müssen Liposarkome von anderen Weichteiltumoren der Katze abgegrenzt werden, etwa Fibrosarkomen oder peripheren Nervenscheidentumoren. Das gelingt zuverlässig nur über die Untersuchung von Gewebe (Histopathologie), nicht allein durch Abtasten oder Bildgebung.

Tierärztin untersucht ein Liposarkom an der Katze

Einordnung innerhalb der Weichteilsarkome (STS)

Liposarkome werden als Subtyp der Weichteilsarkome (Soft Tissue Sarcomas, STS) eingeordnet. In der Literatur ist die Terminologie nicht immer einheitlich, und bei Katzen stützen sich viele Aussagen auf wenige Fälle.

2.Häufigkeit und typische Lokalisationen

Liposarkome gelten bei Katzen als selten. Die Fachliteratur beschreibt überwiegend Einzelfallberichte und weist darauf hin, dass es insgesamt nur wenige veröffentlichte Fälle gibt. Gleichzeitig sind Weichteilsarkome als größere Tumorgruppe bei Katzen relativ häufig in Haut und Unterhaut vertreten – das Liposarkom ist darin aber eher ein seltener Subtyp.

Typischerweise treten Liposarkome (wie viele Weichteilsarkome) als Masse in der Unterhaut auf, häufig am Rumpf oder an den Gliedmaßen. Ungewöhnliche Lokalisationen sind möglich und werden in Fallberichten beschrieben, weshalb die genaue Lage und Ausdehnung individuell abgeklärt werden muss.

3. Ursachen und Risikofaktoren – was weiß man, was nicht?

Der aktuelle Stand ist: In den meisten Fällen lässt sich keine eindeutige Ursache benennen. Ein Liposarkom entsteht nicht „weil man etwas falsch gemacht hat“, und es gibt in der Regel keinen einzelnen Auslöser, den man sicher nachweisen kann.

In der Literatur werden mögliche Zusammenhänge vorsichtig diskutiert, oft auf Basis weniger Fälle. Die Veterinary Society of Surgical Oncology (VSSO) erwähnt bei Katzen eine berichtete Assoziation mit sogenannten Typ-C-Viruspartikeln (retroviraler Kontext). Das ist keine sichere Ursache-Wirkung-Aussage, sondern ein Hinweis aus der Fachliteratur, der nicht in jedem Fall zutreffen muss.

Was man nicht seriös ableiten kann: Ernährung, „Fettpolster“ oder das Alter allein sind keine bewiesenen Ursachen. Auch die Annahme, ein Liposarkom entstehe einfach durch „Entartung“ eines Lipoms, wird so nicht gestützt.

4. Symptome – woran du es merken könntest

Am häufigsten fällt ein tastbarer Knoten oder eine Masse auf, die über Wochen bis Monate größer wird. Oft ist das zunächst schmerzlos, weshalb es leicht übersehen oder unterschätzt wird.

Warnzeichen, bei denen du zeitnah abklären lassen solltest:

  • schnelles Wachstum oder deutliche Größenzunahme
  • feste Anheftung (schlecht verschieblich) oder „tiefer sitzend“
  • Hautveränderungen über dem Knoten (Rötung, Reizung) oder offene Stellen/Ulzeration
  • Einschränkungen durch die Lage, z. B. Lahmheit oder Probleme beim Springen/Bewegen (wenn die Masse an/zwischen Muskelgruppen liegt)

 

Sonderfälle je nach Lage: Wenn der Tumor in der Nähe der Wirbelsäule liegt, können neurologische Symptome auftreten, z. B. zunehmende Schwäche/Ataxie der Hinterbeine, Schmerzen oder auch Inkontinenz. Ein Fallbericht beschreibt eine extradural/paravertebrale Lokalisation mit progressiver Myelopathie.

5. Lipom oder Liposarkom? Wichtige Unterschiede

Ein Lipom ist meist ein gutartiger Fettgewebstumor. Häufig fühlt es sich weich an, wächst eher langsam und ist oft gut verschieblich. Trotzdem gilt: Eine Diagnose nur „per Gefühl“ (Abtasten, Optik) ist unsicher.

Ein Liposarkom kann anfangs sehr ähnlich wirken, ist aber bösartig und häufig lokal invasiver. Es kann schlechter abgrenzbar sein und nach unvollständiger Entfernung eher wiederkommen. Die sichere Unterscheidung gelingt nur diagnostisch, in der Regel über eine Gewebeuntersuchung.

Merksatz: Jede wachsende Masse sollte tierärztlich abgeklärt werden.

6. Diagnostik – so läuft die Abklärung typischerweise ab

Erstuntersuchung und Anamnese

Erfasst werden Größe und Lage der Masse, Wachstumsgeschwindigkeit, Beweglichkeit, Schmerzhaftigkeit und mögliche Allgemeinsymptome.

Bildgebung

Ultraschall oder Röntgen kommen je nach Lokalisation zum Einsatz. CT oder MRT sind besonders hilfreich, wenn die Masse tief liegt oder die OP-Planung eine genaue Ausbreitungsdiagnostik braucht.

Probenentnahme

Eine Feinnadelaspiration kann ein erster Schritt sein, ist bei Fettgewebstumoren aber nicht immer zuverlässig. Häufig braucht es deshalb eine Biopsie oder eine vollständige Entfernung mit anschließender Gewebeuntersuchung, um die Diagnose sicher zu stellen.

Histopathologie und Zusatztests

Die endgültige Diagnose erfolgt über Histopathologie. Tumortyp und (wenn möglich) Grading werden beurteilt; bei Katzen kann die Einordnung innerhalb der Weichteilsarkome teils komplex sein.

Stadieneinteilung und „Wie aggressiv ist es?“

Ziel ist die Einschätzung, ob der Tumor lokal begrenzt ist oder Hinweise auf Metastasen bestehen. Häufig wird dafür der Brustkorb untersucht, weil die Lunge ein typisches Screeningziel ist.

Für die Prognose sind vor allem Tumorgröße, Tiefe/Lage, histologischer Grad und ob die Entfernung vollständig mit ausreichendem Rand gelungen ist, relevant. Einzelne Fallberichte zeigen, dass auch bei einem well-differentiated Eindruck Metastasen möglich sind, z. B. Lungenmetastasen in einem SAGE-Fallbericht.

7. Behandlung von Liposarkom bei der Katze – welche Optionen gibt es?

Beim Liposarkom der Katze steht die lokale Tumorkontrolle im Vordergrund. In der Praxis bedeutet das meist: so vollständig wie möglich entfernen, danach je nach Befund gezielt ergänzen.

  1. Operation (wichtigste Maßnahme)
    Ziel ist eine möglichst vollständige chirurgische Entfernung mit ausreichendem Sicherheitsrand. Weil Liposarkome in umliegendes Gewebe einwachsen können, ist eine „knappe“ Entfernung oft mit einem höheren Rückfallrisiko verbunden. Bei ungünstiger Lage (z. B. nahe wichtiger Nerven, Gefäße, Gelenke) kann eine Bildgebung vorab helfen, den Eingriff sinnvoll zu planen.
  2. Ergänzende Therapie bei knappen/positiven Rändern oder ungünstiger Lage
    Wenn die Histologie zeigt, dass die Ränder nicht frei sind, kommen je nach Fall infrage:
  • Nach-OP (Nachresektion), falls anatomisch möglich
  • Strahlentherapie zur besseren lokalen Kontrolle, wenn eine weitere OP nicht sinnvoll oder nicht möglich ist
  1. Systemische Therapie (Chemotherapie)
    Beim Liposarkom der Katze ist die Datenlage begrenzt, und eine Chemotherapie ist nicht in jedem Fall Standard. Sie kann erwogen werden, wenn das Tumorverhalten als aggressiv eingeschätzt wird oder wenn Metastasen/Rezidive vorliegen. Die Entscheidung ist sehr individuell und gehört idealerweise in die Hand von Onkologie/Chirurgie.
  2. Palliativmedizin und Lebensqualität
    Wenn eine kurative Therapie nicht möglich ist, geht es um Symptome: Schmerzen, Entzündung/Wundprobleme, Beweglichkeit, Appetit, Stress. Auch „palliativ“ kann bedeuten, noch lange eine gute Lebensqualität zu erhalten.

Für die allgemeinen Grundlagen (Therapiebausteine, Nebenwirkungen, Entscheidungswege, Nachsorge) sieh dir unseren Blogartikel über die Behandlung von Krebs bei Katzen an.

8.Prognose – womit ist realistisch zu rechnen?

Beim Liposarkom (als Weichteilsarkom-Subtyp) ist das Grundprinzip: Die lokale Kontrolle entscheidet oft mehr als alles andere. Wenn der Tumor vollständig mit sauberen Rändern entfernt wird, sinkt das Risiko für ein Lokalrezidiv deutlich; bei knappen oder unvollständigen Rändern ist ein Wiederauftreten wesentlich wahrscheinlicher.

Das Metastasenrisiko ist variabel und hängt stark vom histologischen Typ und Grad ab. Es gibt Einzelfallberichte, die zeigen, dass auch bei einem zunächst gut differenziert wirkenden Liposarkom Metastasen möglich sind, inklusive Lungenmetastasen.

Praktisch heißt das für dich: Die Prognose ist sehr individuell. Besonders wichtig sind der OP-Bericht (wurden freie Ränder erreicht?) und der Histopathologie-Befund inklusive Grading, weil daraus das Rückfall- und Metastasenrisiko am besten eingeschätzt werden kann.

9.Checkliste für den Tierarzttermin

Diese Punkte helfen dir, den Termin gut vorzubereiten und nichts Wichtiges zu vergessen:

Beobachtungen zu Hause
  • seit wann der Knoten/die Schwellung besteht
  • ob und wie schnell sie größer geworden ist (Größenvergleich, ggf. Fotos)
  • ob die Stelle schmerzhaft wirkt oder deine Katze Berührungen meidet
  • Veränderungen im Verhalten: Bewegung, Springen, Spielen, Rückzug
  • Appetit, Gewicht, allgemeiner Eindruck (fit vs. abgeschlagen)
Informationen für die Tierärztin/den Tierarzt
  • frühere Befunde oder Berichte (falls vorhanden)
  • bekannte Vorerkrankungen oder frühere Tumoren
  • aktuelle Medikamente oder Supplemente
Wichtige Fragen, die du stellen kannst
  • Welche Diagnostik ist sinnvoll (FNA, Biopsie, Bildgebung)?
  • Ist eine Bildgebung vor einer OP empfehlenswert (z. B. CT/MRT)?
  • Wie realistisch ist eine vollständige Entfernung an dieser Stelle?
  • Was sagt der histopathologische Befund konkret zu Typ, Grad und Rändern?
  • Wie sieht der Nachsorge- und Kontrollplan aus?
Praktischer Hinweis
  • Warte bei wachsenden oder festen Massen nicht „zur Beobachtung“ ab, sondern lasse sie zeitnah abklären.

11.Studienlage und veröffentlichte Fälle zu Liposarkom bei Katzen

Die Studienlage zu Liposarkomen bei Katzen ist insgesamt dünn. Im Vergleich zu häufigeren Tumorarten gibt es nur wenige publizierte Fälle; vieles basiert auf Fallberichten und wird ergänzend über das Wissen zu Weichteilsarkomen (STS) eingeordnet.

Wichtige, häufig zitierte Veröffentlichungen und was man daraus mitnehmen kann:

  1. Well-differentiated (inflammatorisches) Liposarkom mit Lungenmetastasen (SAGE/JVDI, 2017)
    Dieser Fallbericht beschreibt ein well-differentiated Liposarkom mit ausgeprägter Entzündungskomponente und späterer Metastasierung in die Lunge. Für die Praxis ist das vor allem ein Hinweis darauf, dass selbst bei zunächst „gut differenziert“ wirkenden Liposarkomen aggressive Verläufe möglich sind und Staging/Nachsorge sinnvoll bleiben.
  2. Pathology in Practice: myxoides Liposarkom bei der Katze (JAVMA, 2019)
    Der Beitrag betont, dass Liposarkome bei Katzen selten sind und die Ursachen in der Regel nicht bekannt sind. Er geht außerdem auf die diagnostische Abgrenzung (inkl. immunhistochemischer Aspekte) ein und stützt damit die zentrale Aussage: Ohne Histopathologie ist eine sichere Einordnung kaum möglich.
  3. Extradural/paravertebrales Liposarkom mit kompressiver Myelopathie (Case Report, 2023)
    Hier wird eine atypische Lokalisation in Wirbelsäulennähe beschrieben, die zu neurologischen Symptomen (progressive Paraparese/Ataxie) führte. Der Nutzen für Leser*innen: Bei passenden Symptomen muss auch an seltene Tumoren als Ursache gedacht werden; Bildgebung und Gewebeprobe bleiben entscheidend.
  4. Intraoperative Visualisierung mittels Short-Wave-Infrared-Fluoreszenz (JVMS, 2025)
    Ein neuerer Bericht zeigt, dass fluoreszenzbasierte Bildgebung intraoperativ helfen kann, Tumorgewebe besser von gesundem Gewebe zu unterscheiden und die Resektion präziser zu machen. Das ist kein Standard, aber ein spannender Hinweis darauf, wohin sich OP-Unterstützungstechniken entwickeln können.

 

Einordnung übergreifend (weil Liposarkom-spezifische Daten rar sind):
Für Prognoseeinschätzung, Grading und Terminologie wird Liposarkom in der Literatur häufig im Kontext der feline STS diskutiert. Eine gute Referenz dafür ist die MDPI-Übersichtsarbeit zur Klassifikation und zum Grading feline Weichteilsarkome; sie erklärt auch, warum die Einordnung bei Katzen teils uneinheitlich ist und stark vom histopathologischen Gesamtbild abhängt.

Häufige Fragen zum Liposarkom bei Katzen

Ist ein Liposarkom bei Katzen immer tödlich?

Nein. Ein Liposarkom ist zwar bösartig, aber der Verlauf ist sehr unterschiedlich. Entscheidend sind vor allem Lage, Tumorgrad und ob der Tumor vollständig mit freien Rändern entfernt werden konnte.

Wenn die Entfernung knapp oder unvollständig war, steigt das Risiko für ein Wiederauftreten deutlich.

Wie erkenne ich den Unterschied zwischen Lipom und Liposarkom?

Das lässt sich äußerlich nicht sicher erkennen. Ein Lipom ist häufig weich, gut verschieblich und wächst langsam. Ein Liposarkom kann ähnlich wirken, kann aber fester sein, schlechter abgrenzbar wachsen und eher wiederkommen.

Eine sichere Unterscheidung ist in der Regel nur über eine Gewebeuntersuchung möglich (Biopsie/Histopathologie).

Wie schnell wächst ein Liposarkom?

Das ist individuell sehr unterschiedlich. Manche Massen wachsen über Wochen deutlich, andere über Monate langsam. Wichtig ist weniger die exakte Geschwindigkeit, sondern ob die Masse insgesamt größer wird oder sich verändert.

Merke: Jeder Knoten, der wächst, sollte tierärztlich abgeklärt werden.

Was kostet Diagnose und Behandlung ungefähr?

Die Kosten hängen stark von den notwendigen Schritten ab. Einflussfaktoren sind vor allem Bildgebung (z. B. Ultraschall vs. CT/MRT), Art der Probenentnahme (FNA vs. Biopsie), OP-Komplexität (Lage, Größe, Rekonstruktion), Histopathologie und mögliche Zusatztherapien (z. B. Strahlentherapie).

Als grobe Orientierung reicht die Spannbreite häufig von „nur Basisdiagnostik + einfache Entfernung“ bis zu „erweiterte Bildgebung + komplexe OP + Nachbehandlung“. Am besten lässt du dir nach Untersuchung und Plan eine transparente Kostenschätzung geben.

Wie hoch ist das Rückfallrisiko nach OP?

Das Rückfallrisiko hängt stark davon ab, ob der Tumor vollständig entfernt wurde und ob die Resektionsränder in der Histologie als frei beurteilt werden. Knapp positive oder unvollständige Ränder erhöhen das Risiko deutlich.

Darum sind OP-Planung und ein klarer Histopathologie-Befund so wichtig.

Kann ein Liposarkom metastasieren?

Ja, Metastasen sind möglich, auch wenn das Risiko je nach Tumortyp und -grad variiert. Häufiges Screeningziel ist die Lunge, weshalb je nach Risiko Thorax-Röntgen oder CT empfohlen werden kann.

Einzelfallberichte beschreiben auch Lungenmetastasen trotz zunächst „gut differenziert“ wirkendem Befund.

Wann ist eine Überweisung zur Onkologie sinnvoll?

Eine Überweisung ist besonders sinnvoll, wenn die Masse groß ist, tief liegt oder an einer anatomisch schwierigen Stelle sitzt, wenn der Verdacht auf ein Weichteilsarkom besteht oder wenn die Histologie knappe/positive Ränder oder einen höheren Grad zeigt.

Auch bei Rezidiven, Verdacht auf Metastasen oder wenn Strahlentherapie/weiterführende Bildgebung diskutiert wird, ist eine onkologische Abklärung hilfreich.

Welche Diagnostik ist am zuverlässigsten?

Die zuverlässigste Grundlage ist eine Histopathologie aus einer Biopsie oder nach chirurgischer Entfernung. Eine Feinnadelaspiration kann ein erster Schritt sein, reicht bei Fettgewebstumoren aber nicht immer für eine sichere Einordnung.

Welche Warnzeichen sprechen für „sofort abklären“?

Wenn eine Masse schnell wächst, fest anliegt oder schlecht verschieblich ist, wenn die Haut darüber gereizt ist oder offene Stellen entstehen, oder wenn deine Katze Lahmheit, Schmerzen oder deutliche Verhaltensänderungen zeigt, sollte sie zeitnah untersucht werden.

Was sollte im Histopathologie-Befund stehen?

Wichtige Punkte sind Tumortyp, Grad (sofern angegeben) und die Beurteilung der Resektionsränder (frei/knapp/positiv). Diese Angaben sind zentral für Prognose, Nachsorge und die Frage, ob eine Nachresektion oder zusätzliche Therapie sinnvoll ist.

Wie sieht die Nachsorge typischerweise aus?

Nach der Wundkontrolle folgen regelmäßige Tast- und Narbenkontrollen. Je nach Risiko kann Bildgebung dazukommen (z. B. Thorax zur Metastasenabklärung). Wichtig ist auch, dass du zuhause neue Schwellungen früh bemerkst.

12. Fazit

Liposarkome sind bei Katzen selten, aber sie sollten ernst genommen werden, weil sie lokal in umliegendes Gewebe einwachsen und wiederkehren können. Entscheidend für den Verlauf sind eine saubere Diagnose über Gewebeuntersuchung und eine möglichst vollständige Entfernung mit freien Rändern. Da das Verhalten je nach Typ und Grad stark variieren kann, sind Staging und Nachsorge sinnvoll – besonders, wenn die Resektionsränder knapp sind oder der Befund aggressiver ausfällt. Wenn du bei deiner Katze einen wachsenden Knoten bemerkst, ist eine zeitnahe tierärztliche Abklärung der beste nächste Schritt.

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ÜBER DEN
AUTOR

Dominik Martzy, BA

Beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit Gesundheit, Ernährung und natürlichen Heilmethoden. Auf seinen Weltreisen hat er als Volunteer mit Hunden und Katzen gearbeitet und dabei wertvolle praktische Erfahrungen gesammelt, die heute in seine Artikel auf myhealthypet.de einfließen.

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