- 8 Min. Lesezeit | Zuletzt aktualisiert am
- 08.01.2026
Lungentumor bei Katzen – Symptome, Behandlung & Lebenserwartung
Ein Lungentumor bei Katzen ist eine seltene, aber meist schwerwiegende Erkrankung, die häufig erst spät erkannt wird. Viele Katzen zeigen lange Zeit kaum eindeutige Beschwerden, sodass erste Symptome eines Lungentumors bei der Katze wie Atemnot, Gewichtsverlust oder Abgeschlagenheit oft anderen Ursachen zugeschrieben werden. Umso wichtiger ist es, typische Warnzeichen frühzeitig zu kennen und richtig einzuordnen.
In diesem umfassenden Ratgeber zum Thema Lungentumor Katze erfährst du, welche Symptome auftreten können, wie die Diagnose – etwa mithilfe eines Röntgenbildes bei Lungentumor der Katze – gestellt wird und welche Behandlungsoptionen es gibt. Außerdem gehen wir auf die Prognose und die besonders belastende Frage ein, wann man eine Katze mit Lungentumor einschläfern sollte.
1. Was ist ein Lungentumor bzw. Lungenkrebs bei Katzen?
Ein Lungentumor bei Katzen ist eine krankhafte Neubildung von Zellen im Lungengewebe. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um einen bösartigen Tumor, der das normale Atmen zunehmend beeinträchtigt und unbehandelt lebensbedrohlich sein kann. Obwohl der Lungentumor der Katze insgesamt selten vorkommt, wird er häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt.
Primärer und sekundärer Lungentumor bei der Katze
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen:
- Primärer Lungentumor bei Katzen
Der Tumor entsteht direkt im Lungengewebe. Diese Form ist selten, aber besonders aggressiv. - Sekundärer Lungentumor (Lungenmetastasen)
Hierbei handelt es sich um Absiedelungen anderer Tumoren, zum Beispiel aus dem Gesäuge, dem Darm oder den Knochen. Diese Form ist deutlich häufiger als ein primärer Lungentumor.
Gutartig oder bösartig – welche Tumorarten gibt es?
Die meisten Lungentumoren bei Katzen sind bösartig (maligne). Am häufigsten handelt es sich um:
- Adenokarzinome
- Bronchoalveoläre Karzinome
Gutartige Lungentumoren kommen bei Katzen nur sehr selten vor und spielen in der Praxis kaum eine Rolle. Ein bösartiger Lungentumor der Katze neigt dazu, früh Metastasen zu bilden – insbesondere in Knochen, Gehirn oder andere Organe.
Wie häufig ist ein Lungentumor bei Katzen?
Ein Lungentumor bei der Katze gilt als seltene Erkrankung und tritt überwiegend bei älteren Katzen auf (meist ab 10 Jahren). Aufgrund der oft unspezifischen Symptome bleibt der Tumor lange unentdeckt, was die Prognose verschlechtern kann. Viele Diagnosen erfolgen erst zufällig, etwa im Rahmen eines Röntgenbildes der Katze aus einem anderen Anlass.
Warum ist ein Lungentumor bei Katzen so tückisch?
Das Besondere am Katze-Lungenkrebs ist, dass Katzen im Gegensatz zu Menschen kaum husten. Dadurch fehlen frühe Warnsignale. Erste Anzeichen werden häufig erst bemerkt, wenn der Tumor bereits groß ist oder Metastasen gebildet hat. Genau deshalb ist das Wissen über Lungentumor-Katze-Symptome für Katzenhalter besonders wichtig.
2.Ursachen und Risikofaktoren für einen Lungentumor bei Katzen
Die Ursachen für einen Lungentumor bei Katzen sind nicht vollständig geklärt. Wissenschaftler identifizieren jedoch mehrere Risikofaktoren, die das Auftreten eines Lungentumors der Katze begünstigen.
Alter als Hauptrisikofaktor
Ältere Katzen (meist über 11 Jahre) sind am häufigsten betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Tumoren, da die Immunabwehr nachlässt und die kumulative Exposition gegenüber Schadstoffen zunimmt. (anicura.de)
Umweltfaktoren
Passivrauchen erhöht nachweislich das Risiko für Lungentumoren bei Katzen um das 2- bis 3-fache. Auch Schadstoffe aus der Luft oder Chemikalien im Haushalt können die Lunge schädigen, besonders beim Putzen, wenn Katzen diese über die Pfoten aufnehmen. (edoc.ub.uni-muenchen.de)
Genetik und Rasse
Einige Rassen, wie Perserkatzen, zeigen häufiger primäre Lungentumoren, was auf eine genetische Prädisposition hindeutet. Definitive Empfehlungen zu rassespezifischen Risiken gibt es jedoch noch nicht. (petmd.com)
Sekundäre Tumore
Die Lunge ist häufig Zielorgan für Metastasen anderer Krebsarten wie Mammatumore, Lymphome oder Osteosarkome. Sekundäre Lungentumoren sind daher häufiger als primäre.
Immunstatus
Ein geschwächtes Immunsystem, zum Beispiel durch chronische Erkrankungen oder Virusinfektionen (FeLV, FIV), kann die Entstehung von Tumoren begünstigen.
3.Symptome eines Lungentumors bei Katzen
Unspezifische Anzeichen
Ein Lungentumor bei Katzen zeigt oft lange keine klaren Symptome. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gewichtsverlust und reduzierte Aktivität sind häufig die ersten Anzeichen. Katzen husten nur selten, sodass frühe Warnsignale oft unbemerkt bleiben.
Atemprobleme
Atembeschwerden treten meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf. Dazu gehören schnelle Atmung, keuchende Geräusche oder Kurzatmigkeit bei kleineren Bewegungen. Einige Katzen ziehen sich zurück oder schlafen mehr als sonst, während andere Anzeichen von Unwohlsein oder Schmerzen zeigen.
Auswirkungen von Metastasen
Wenn der Tumor bereits gestreut hat, können zusätzliche Symptome auftreten, wie Lahmheit oder neurologische Auffälligkeiten. Diese deuten darauf hin, dass der Tumor auch andere Organe betrifft.
Früherkennung und Vorsorge
Frühzeitiges Erkennen der Symptome ist entscheidend für mögliche Behandlungen und den Erhalt der Lebensqualität. Regelmäßige Tierarztbesuche und genaue Beobachtung zu Hause helfen, Veränderungen im Verhalten oder der körperlichen Verfassung rechtzeitig zu bemerken. Eine tierärztliche Untersuchung inklusive Röntgenaufnahme ist notwendig, um die Ursache der Symptome abzuklären und eine Diagnose zu sichern.
4.Diagnose eines Lungentumors bei Katzen
Klinische Untersuchung
Der erste Schritt zur Diagnose eines Lungentumors bei Katzen ist die gründliche klinische Untersuchung. Der Tierarzt hört die Lunge ab, überprüft die Atmung und den allgemeinen Gesundheitszustand der Katze. Auffälligkeiten wie unregelmäßige Atemgeräusche oder Atemnot können Hinweise auf eine Erkrankung der Lunge geben.
Bildgebende Verfahren
Zur genaueren Untersuchung wird häufig eine Röntgenaufnahme der Lunge erstellt. Diese zeigt Veränderungen im Lungengewebe und kann dabei helfen, Knoten oder Tumoren zu erkennen. In einigen Fällen kann ein CT erforderlich sein, um die Tumorausdehnung genauer zu bestimmen und mögliche Metastasen zu erkennen.
Weitere diagnostische Maßnahmen
Um die Art des Tumors zu bestimmen, kann der Tierarzt eine Gewebeprobe entnehmen, zum Beispiel durch Feinnadelaspiration oder Biopsie. Blutuntersuchungen und Ultraschall können zusätzliche Informationen über die allgemeine Gesundheit der Katze und mögliche Auswirkungen auf andere Organe liefern.
Früherkennung und Bedeutung für die Behandlung
Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, da sie die Auswahl der Behandlungsmöglichkeiten und die Prognose stark beeinflusst. Regelmäßige Tierarztbesuche und eine schnelle Abklärung auffälliger Symptome erhöhen die Chancen, den Tumor rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten.
5.Behandlungsmöglichkeiten bei einem Lungentumor bei Katzen
Operative Entfernung
Wenn der Lungentumor früh erkannt wird und die Ausdehnung begrenzt ist, kann eine operative Entfernung die beste Option sein. Besonders bei primärem Lungenkrebs ohne erkennbare Metastasen bietet die Chirurgie die Chance, den Tumor vollständig zu entfernen. Ziel des Eingriffs ist es, die Ausbreitung der Krebserkrankung zu verhindern und die Lebensqualität der Katze möglichst lange zu erhalten. Studien zeigen, dass Katzen mit Lungenkrebs nach erfolgreicher Operation häufig eine deutlich verlängerte Überlebenszeit aufweisen (Santos et al., 2022).
Chemotherapie
In einigen Fällen kann eine Chemotherapie ergänzend oder alternativ eingesetzt werden, insbesondere wenn eine Operation nicht möglich ist oder bereits Metastasen vorliegen. Bei Lungenkrebs bei Katzen ist die Wirksamkeit der Chemotherapie insgesamt begrenzt, sie kann jedoch das Tumorwachstum verlangsamen und tumorbedingte Symptome reduzieren. Teilweise wird sie in Kombination mit anderen Therapieformen angewendet, um die Krankheitsprogression zu verzögern (Thrift et al., 2017).
Palliative Therapie
Ist eine kurative Behandlung des Lungentumors oder des fortgeschrittenen Lungenkrebses nicht mehr möglich, steht die palliative Therapie im Vordergrund. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität der Katze zu erhalten. Neben Schmerzmitteln kommen häufig entzündungshemmende Medikamente wie Cortison zum Einsatz, um Entzündungen zu reduzieren, Atemnot zu lindern und den Allgemeinzustand zu stabilisieren. Ergänzend können bronchienerweiternde Maßnahmen und Sauerstofftherapie notwendig sein.
Entscheidungshilfe für die Behandlung
Die Wahl der geeigneten Behandlung bei einem Lungentumor oder Lungenkrebs bei Katzen hängt vom Tumorstadium, dem Vorliegen von Metastasen, dem allgemeinen Gesundheitszustand der Katze sowie den Möglichkeiten und Wünschen des Halters ab. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Tierarzt ist entscheidend, um eine individuell abgestimmte Therapie zu wählen. Eine frühzeitige Diagnose und der gezielte Einsatz von Operation, Chemotherapie oder Cortison können die Prognose verbessern oder zumindest eine längere symptomarme Zeit ermöglichen.
6.Prognose: Lebenserwartung bei Lungentumor der Katze
Abhängigkeit von Tumorart und Stadium
Die Lebenserwartung einer Katze mit Lungenkrebs hängt stark von der Art des Tumors und dem Stadium bei Diagnose ab. Primäre Lungentumoren, die früh erkannt werden, haben bessere Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung, während fortgeschrittene Tumoren oder Tumore mit Metastasen die Prognose deutlich verschlechtern (Santos et al., 2022).
Einfluss von Metastasen
Metastasen in Knochen, Gehirn oder anderen Organen reduzieren die Überlebenszeit erheblich. Katzen mit sekundären Lungentumoren haben in der Regel eine kürzere Lebenserwartung, da die Grunderkrankung bereits fortgeschritten ist (Thrift et al., 2017).
Unterschiede zwischen operablen und nicht operablen Tumoren
Katzen, deren Tumoren operativ entfernt werden können, haben deutlich bessere Überlebenschancen als Katzen, bei denen eine Operation nicht möglich ist. Chemotherapie kann die Prognose zwar nicht entscheidend verbessern, kann aber das Tumorwachstum verlangsamen und Symptome lindern.
Bedeutung der Lebensqualität
Neben der reinen Lebenserwartung spielt die Lebensqualität eine zentrale Rolle. Selbst wenn eine vollständige Heilung nicht möglich ist, können gezielte Behandlungsmaßnahmen Schmerzen reduzieren und die Atmung erleichtern. In einigen Fällen setzen Tierhalter begleitend auf natürliche Präparate wie CBD-Öl, das helfen kann, Schmerzen und Unwohlsein zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden der Katze zu unterstützen. Dabei sollte die Anwendung stets in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen.
7.Wann sollte man eine Katze mit Lungentumor einschläfern?
Anzeichen für eine kritische Verschlechterung
Das Einschläfern ist eine sehr schwierige Entscheidung, die häufig dann erwogen wird, wenn die Katze stark unter den Folgen eines Lungentumors oder fortgeschrittenen Lungenkrebses leidet. Typische Anzeichen für eine kritische Verschlechterung sind starke Atemnot, anhaltende Schmerzen, Appetitlosigkeit und eine deutliche Einschränkung der Bewegungsfähigkeit. Auch wenn die Katze keine Lebensfreude mehr zeigt, sich zurückzieht oder kaum noch auf ihre Umgebung reagiert, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass das Leiden durch den Lungenkrebs überwiegt.
Medizinische Kriterien
Tierärzte berücksichtigen bei der Entscheidung sowohl die Schwere der Symptome als auch die Prognose der Erkrankung. Bei fortgeschrittenem Lungenkrebs, wenn Medikamente oder andere therapeutische Maßnahmen die Beschwerden nicht mehr ausreichend lindern können, stellt das Einschläfern eine humane Möglichkeit dar, weiteres Leiden zu verhindern. Ziel ist es, die Katze von Schmerzen, Atemnot und Angst zu befreien und ihr einen würdevollen Abschied zu ermöglichen.
Emotionale Aspekte für den Halter
Die Entscheidung, eine Katze mit Lungentumor oder Lungenkrebs einschläfern zu lassen, ist für Tierhalter emotional sehr belastend. Es ist wichtig, sich ausreichend Zeit zu nehmen, alle offenen Fragen mit dem Tierarzt zu klären und das eigene Gefühl für das Wohlbefinden der Katze ernst zu nehmen. Viele Tierärzte empfehlen, besonders auf die Signale der Katze zu achten und die Lebensqualität als entscheidenden Maßstab heranzuziehen.
Zusammenfassung
Das Einschläfern sollte immer das letzte Mittel sein, wenn bei einem Lungentumor oder Lungenkrebs keine Therapie mehr in der Lage ist, das Leiden der Katze zu lindern. Eine enge Absprache mit dem Tierarzt, die sorgfältige Beobachtung der Symptome und die ehrliche Abwägung zwischen Lebensqualität und Leiden helfen dabei, diese schwere Entscheidung verantwortungsvoll und im Sinne der Katze zu treffen.
8. FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Lungentumor bei Katzen
Wie erkennt man einen Lungentumor bei Katzen früh?
Frühe Anzeichen sind oft sehr unspezifisch. Katzen wirken müde, haben weniger Appetit oder verlieren Gewicht. Atemprobleme können sich durch Kurzatmigkeit oder keuchende Geräusche bemerkbar machen. Da Katzen Schmerzen und Beschwerden oft gut verbergen, ist eine genaue Beobachtung des Verhaltens entscheidend.
Wie wird ein Lungentumor bei einer Katze diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst untersucht der Tierarzt die Katze klinisch und hört die Lunge ab. Röntgenaufnahmen und eventuell CT-Scans zeigen Tumore oder Veränderungen im Lungengewebe. Eine Biopsie oder Feinnadelaspiration kann helfen, die Tumorart eindeutig zu bestimmen.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für Katzen mit Lungentumor?
Die Behandlung hängt vom Tumorstadium, der Ausbreitung und der allgemeinen Gesundheit der Katze ab. Optionen sind die operative Entfernung des Tumors, Chemotherapie oder palliative Maßnahmen, um die Symptome zu lindern. Ziel ist immer, die Lebensqualität der Katze zu erhalten.
Wie lange kann eine Katze mit Lungentumor noch leben?
Die Lebenserwartung variiert stark. Wenn der Tumor früh erkannt und operiert wird, können Katzen oft noch Monate bis über ein Jahr leben. Bei fortgeschrittenem Tumor oder Metastasen ist die Überlebenszeit in der Regel deutlich kürzer. Wichtig ist, den Fokus auf die Lebensqualität zu legen.
Ist ein Lungentumor bei Katzen schmerzhaft?
Nicht immer ist sofort spürbar, ob eine Katze Schmerzen hat, da sie Schmerzen gut verbergen. Tumoren, die sich auf Knochen oder Zehen ausbreiten, können jedoch sehr schmerzhaft sein. Der Tierarzt kann Schmerzmedikamente verschreiben, um das Leiden zu reduzieren.
Welche Symptome sind typisch für einen Lungentumor?
Häufige Symptome sind Atemnot, schnelle Atmung, Müdigkeit, Gewichtsverlust und reduzierte Aktivität. Bei fortgeschrittenen Tumoren können auch Lahmheit oder neurologische Auffälligkeiten auftreten, besonders wenn der Tumor gestreut hat.
Kann man einen Lungentumor bei Katzen verhindern?
Eine vollständige Vorbeugung ist nicht möglich, da die Ursachen noch nicht vollständig geklärt sind. Risikofaktoren wie Passivrauchen, schlechte Luftqualität oder chemische Schadstoffe im Haushalt sollten jedoch minimiert werden. Regelmäßige Tierarztbesuche helfen, Krankheiten frühzeitig zu erkennen.
Kann CBD bei Lungentumoren Katzen helfen?
Einige erste Untersuchungen zeigen, dass CBD bei Katzen sicher angewendet werden kann und positive Effekte auf Symptome wie Entzündungen, Schmerzen oder Appetit haben könnte. In einer kontrollierten Studie an Katzen führte eine orale Gabe von CBD über mehrere Tage zu messbaren positiven Effekten bei Entzündungen und verbesserter Lebensqualität im Vergleich zur Placebo-Gruppe, auch wenn es sich nicht um eine Krebsstudie handelte und größere klinische Studien fehlen. Für den Einsatz bei Lungentumoren gibt es derzeit keine direkten Studien, doch viele Tierärzte sehen CBD als ergänzende Unterstützung zur palliativmedizinischen Versorgung, nicht als Ersatz für onkologische Standardbehandlungen.
Ist CBD für Katzen grundsätzlich sicher?
In Studien zur Sicherheit und Verträglichkeit von CBD bei gesunden Katzen zeigte sich, dass CBD gut verträglich ist und keine signifikanten negativen Veränderungen im Blutbild hervorruft, wenn ausschließlich Cannabidiol (ohne nennenswerte THC-Anteile) verabreicht wird. () Trotzdem ist die Datenlage bei kranken Katzen begrenzt, weshalb eine Anwendung nur in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen sollte.
Wie verhält es sich mit Homöopathie bei Lungentumoren?
Bislang gibt es keine wissenschaftlich belastbaren Studien, die belegen, dass homöopathische Mittel Tumore direkt beeinflussen oder heilen können. Systematische Übersichten über komplementäre und alternative Therapien zeigen, dass der Nutzen von Homöopathie bei Tieren weitgehend nicht über den Placeboeffekt hinaus belegt ist. Homöopathie wird daher in der Regel nur als ergänzende, nicht-wirksame Begleitmaßnahme betrachtet und sollte nicht anstelle einer evidenzbasierten medizinischen Behandlung eingesetzt werden.
Können CBD oder Homöopathie die Lebensdauer verlängern?
Es gibt keine Studien, die belegen, dass CBD oder homöopathische Therapieformen die Überlebenszeit von Katzen mit Lungentumor verlängern können. Der mögliche Nutzen liegt vor allem in der Symptombesserung und Lebensqualitätsverbesserung, wenn sie sorgfältig und tierärztlich begleitet eingesetzt werden.
Worauf sollte man bei der Anwendung achten?
Für CBD gilt: qualitativ hochwertige, THC-freie Produkte verwenden, auf Dosierung achten und eng mit dem Tierarzt zusammenarbeiten. Für Homöopathie: auch wenn direkte Risiken gering sind, sollte sie nur ergänzend und nicht als Ersatz für schulmedizinische Maßnahmen eingesetzt werden. Kontinuierliche Beobachtung der Katze und offene Kommunikation mit dem behandelnden Tierarzt sind entscheidend.
