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Metacam

7 Min. Lesezeit

Metacam für Katzen: Dosierung, Wirkung und Anwendung

Die Katze kommt vom Tierarzt zurück, im Gepäck eine kleine Flasche Metacam und der Hinweis, einmal täglich etwas davon ins Futter zu geben. Klingt einfach – bis du mit der Dosierspritze in der Hand dastehst und dich fragst, wie viel für deine Katze jetzt wirklich richtig ist.

Metacam enthält den Wirkstoff Meloxicam, ein Schmerz- und Entzündungsmittel, das Katzen nach Operationen, bei Verletzungen oder schmerzhaften Gelenken spürbar Erleichterung bringt. Gerade bei Katzen kommt es auf die genaue Menge an: Sie reagieren empfindlicher auf diese Wirkstoffgruppe als Hunde, und der Spielraum zwischen hilfreich und zu viel ist klein.

 

Hier bekommst du die Dosierung nach Gewicht, einen klaren Blick darauf, wie schnell und wie lange Metacam wirkt, welche Nebenwirkungen auftreten können und wann du lieber mit deinem Tierarzt sprichst, bevor du weitergibst – damit du deiner Katze sicher hilfst, statt zu raten.

Katze riecht an Metacam Fläschchen

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

Was ist Metacam – und wie wirkt es bei Katzen?

Metacam ist ein Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Meloxicam. Es gehört zur Gruppe der nicht-steroidalen Entzündungshemmer (NSAIDs) – also Schmerzmittel, die gleichzeitig Entzündungen hemmen und Fieber senken, ohne dabei Cortison zu enthalten.

Das Prinzip dahinter: Wenn im Körper deiner Katze eine Entzündung entsteht – etwa nach einer Verletzung, einer OP oder durch Arthrose – schüttet der Körper bestimmte Botenstoffe aus (sogenannte Prostaglandine). Diese Botenstoffe verstärken die Entzündung, machen das Gewebe schmerzempfindlicher und treiben bei Infektionen das Fieber hoch. Meloxicam blockiert das Enzym, das diese Botenstoffe produziert (die sogenannte Cyclooxygenase, kurz COX). Weniger Prostaglandine bedeuten: weniger Schmerz, weniger Entzündung, weniger Fieber.

Gut zu wissen: Metacam ist der bekannteste Handelsname, aber nicht der einzige. Loxicom und Meloxoral enthalten denselben Wirkstoff in derselben Konzentration. Wenn dein Tierarzt eines dieser Präparate verschreibt, bekommt deine Katze also im Grunde das gleiche Medikament. Unterschiede gibt es höchstens im Preis und im Geschmack der Suspension.

Tierärzte setzen Meloxicam bei Katzen vor allem in diesen Situationen ein:

  • Nach Operationen – etwa nach einer Kastration, Zahnextraktion oder Tumorentfernung, um die Schmerzen in den ersten Tagen zu kontrollieren
  • Bei Arthrose – als Langzeittherapie, um chronische Gelenkschmerzen erträglicher zu machen und die Beweglichkeit zu erhalten
  • Bei Blasenentzündungen – um die Entzündung in der Blase zu dämpfen und die Schmerzen beim Urinieren zu lindern
  • Bei Zahnproblemen – etwa bei Zahnfleischentzündungen (FORL, Gingivitis), die oft mit starken Schmerzen verbunden sind
  • Bei Fieber – wenn eine Infektion die Körpertemperatur hochtreibt und die Katze sichtbar leidet
 

Offiziell zugelassen ist Metacam bei Katzen für Schmerzen und Entzündungen rund um Operationen sowie für akute und chronische Gelenkbeschwerden. Anwendungen bei Blasenentzündung oder Fieber sind in der Praxis üblich, gehören aber in die Hand des Tierarztes – er entscheidet im Einzelfall, ob Meloxicam dafür das passende Mittel ist.

 

Metacam gibt es für Katzen als orale Suspension (Flüssigkeit zum Eingeben) und als Injektionslösung. Die Spritze setzt der Tierarzt in der Praxis – zu Hause arbeitest du in der Regel mit der Suspension, die du mit einer kleinen Dosierspritze ins Futter oder direkt ins Maul gibst.

Eine Tablette gibt es für Katzen dagegen nicht. Wer nach „Metacam Tabletten” für die Katze sucht, landet beim Hundepräparat – für Katzen sind ausschließlich die Suspension und die Injektionslösung zugelassen. Falls dir jemand Metacam-Tabletten für deine Katze anbietet, frag im Zweifel beim Tierarzt nach, statt auf eigene Faust zu dosieren.

Katze beim Tierarzt wird gestreichelt

Dosierung – wie viel Metacam bekommt deine Katze?

Die richtige Dosierung ist bei Metacam besonders wichtig, weil Katzen den Wirkstoff deutlich langsamer abbauen als Hunde. Schon kleine Abweichungen nach oben können die Nieren belasten. Deshalb gilt: Halte dich immer exakt an die Anweisung deines Tierarztes – auch wenn im Internet andere Dosierungen kursieren.

Das Grundprinzip: Metacam wird nach Körpergewicht dosiert. Am ersten Tag bekommt deine Katze eine etwas höhere Anfangsdosis, ab dem zweiten Tag die niedrigere Erhaltungsdosis. So baut sich die Wirkung schnell auf, ohne den Körper unnötig zu belasten.

Die Standardform für zu Hause ist die orale Suspension mit 0,5 mg/ml – eine gelbliche Flüssigkeit, die du mit der beiliegenden Dosierspritze abmisst. Wichtig: Es gibt auch eine Metacam-Suspension für Hunde mit 1,5 mg/ml – die dreifache Konzentration. Dazu gleich mehr.

Dosierung bei chronischen Gelenkbeschwerden / Langzeitgaben

Orale Suspension 0,5 mg/ml · einmal täglich

Körpergewicht ErstdosisTag 1 Folgedosisab Tag 2
3 kg 0,6 ml 0,3 ml
4 kg 0,8 ml 0,4 ml
5 kg 1,0 ml 0,5 ml
6 kg 1,2 ml 0,6 ml
7 kg 1,4 ml 0,7 ml

Erstdosis (Tag 1): 0,1 mg/kg (= 0,2 ml/kg) · Folgedosis (ab Tag 2): 0,05 mg/kg (= 0,1 ml/kg), einmal täglich. Die Werte gelten für die längere Anwendung, etwa bei Arthrose – im akuten Fall gibt dein Tierarzt die Anfangsdosis vor.

Richtwerte bei einer Konzentration von 0,5 mg/ml. Die genaue Dosis für deine Katze bestimmt immer dein Tierarzt.

Erstdosis am ersten Tag: 0,1 mg pro kg Körpergewicht (entspricht 0,2 ml/kg bei 0,5 mg/ml). Folgedosis ab dem zweiten Tag: 0,05 mg pro kg (entspricht 0,1 ml/kg), einmal täglich. Diese Werte gelten für die längere Anwendung, etwa bei Arthrose.

 

Bei akuten Gelenkbeschwerden liegt die Anfangsdosis höher: am ersten Tag etwa 0,2 mg/kg (= 0,4 ml/kg bei 0,5 mg/ml), ab dem zweiten Tag dann wie oben 0,05 mg/kg (= 0,1 ml/kg) einmal täglich. Nach Operationen startet die Schmerztherapie dagegen meist mit einer Spritze beim Tierarzt (mehr dazu gleich) und läuft zu Hause mit der oralen Suspension weiter. Gib die Anfangsdosis nie eigenmächtig höher als verordnet.

 

Liegt das Gewicht deiner Katze zwischen zwei Werten, orientiere dich am nächstniedrigeren – also lieber minimal unterdosiert als überdosiert. Dein Tierarzt gibt dir die genaue Dosis passend zum aktuellen Gewicht mit.

Die Injektionslösung

Neben der Suspension gibt es Metacam auch als Injektionslösung. Diese Spritze setzt der Tierarzt einmalig in der Praxis – meist rund um die Operation, und zwar vor dem Eingriff bzw. zur Einleitung der Narkose, damit die Schmerztherapie von Anfang an greift. Zu Hause geht es dann mit der oralen Suspension weiter. Die Injektionslösung ist nichts, was du selbst verabreichst.

Dosierspritze richtig verwenden

In der Packung liegt eine kleine Spritze bei, die auf die Konzentration der Katzen-Suspension abgestimmt ist. So gehst du vor:

 

  1. Flasche gut schütteln
  2. Spritze in den Adapter im Flaschenhals stecken
  3. Flasche umdrehen und die verordnete Menge aufziehen
  4. Luft vermeiden – wenn Blasen in der Spritze sind, zurückdrücken und neu aufziehen
  5. Spritze nach Gebrauch mit Wasser ausspülen (kein Spülmittel)
 

 

Lies die Skala auf Augenhöhe ab und nimm dir einen Moment Zeit. Auf die Genauigkeit kommt es an.

Häufige Dosierungsfehler – und wie du sie vermeidest

Hunde-Metacam für die Katze: Das ist der gefährlichste Fehler. Die Hunde-Suspension enthält 1,5 mg/ml – dreimal so viel Wirkstoff wie die Katzen-Version. Wenn du versehentlich die Hundesuspension in Katzendosis gibst, bekommt deine Katze die dreifache Menge Meloxicam. Im schlimmsten Fall kann das zu akutem Nierenversagen führen. Prüfe immer die Konzentration auf der Flasche: Für Katzen muss dort 0,5 mg/ml stehen.

 

Falsche Spritze: Die Dosierspritze aus der Hundepackung hat eine andere Skalierung als die aus der Katzenpackung. Auch wenn du die richtige Suspension hast – mit der falschen Spritze misst du die falsche Menge ab. Verwende immer nur die Spritze, die zur jeweiligen Flasche gehört.

 

 

Doppelte Dosis nach vergessener Gabe: Wenn du eine Dosis vergessen hast, gib beim nächsten Mal nicht die doppelte Menge. Setze einfach mit der normalen Folgedosis fort und halte den gewohnten Rhythmus ein.

Katze bekommt Metacam Dosis über eine Dosierspritze

Anwendung im Alltag – wie gibst du Metacam richtig?

Ins Futter oder direkt ins Maul? Beides funktioniert. Die meisten Katzenhalter mischen die Suspension unter eine kleine Portion Futter – das ist stressfreier für beide Seiten. Wichtig dabei: Gib das Metacam auf eine kleine Menge Futter, die deine Katze sicher komplett auffrisst. Wenn du es in einen vollen Napf mischst und deine Katze nur die Hälfte frisst, weißt du nicht, wie viel Wirkstoff tatsächlich angekommen ist.

Wenn deine Katze das Futter mit Metacam stehen lässt, bleibt die direkte Eingabe ins Maul. Dazu setzt du die Dosierspritze seitlich zwischen die Zähne (nicht mittig in den Rachen) und drückst die Suspension langsam in die Backentasche. So kann deine Katze in Ruhe schlucken, ohne sich zu verschlucken.

Morgens oder abends? Grundsätzlich egal – Hauptsache, du gibst es jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit. Da Metacam rund 24 Stunden wirkt, sorgt ein fester Rhythmus für einen gleichmäßigen Wirkstoffspiegel. Viele Katzenhalter geben es abends zum Abendessen, weil die Routine dann leichter in den Alltag passt. Wenn deine Katze vor allem nachts oder morgens Schmerzen zeigt – etwa bei Arthrose, wenn sie steif aufsteht – kann die Abendgabe sinnvoll sein, damit die Wirkung über Nacht da ist.

Wie oft am Tag? Einmal täglich. Metacam wird bei Katzen nicht auf zwei oder drei Gaben aufgeteilt, sondern immer als eine Dosis pro Tag gegeben.

Am besten mit Futter geben. Meloxicam kann die Magenschleimhaut reizen – wie alle NSAIDs. Ein gefüllter Magen schützt die Schleimhaut. Gib Metacam deshalb möglichst nicht auf nüchternen Magen, sondern immer zusammen mit einer Mahlzeit oder direkt danach. Laut Fachinformation ist aber auch die direkte Eingabe ins Maul erlaubt – wenn deine Katze das besser annimmt, ist das kein Problem.

Wenn deine Katze Metacam verweigert: Die Suspension hat einen Honiggeschmack, den manche Katzen akzeptieren und andere ablehnen. Ein paar Tricks, die helfen können:

  • Unter Leberwurst, Thunfischsaft oder eine Lickable-Snack-Paste mischen – der intensive Geschmack überdeckt das Metacam
  • Leicht angewärmtes Nassfutter verwenden – wärmeres Futter riecht stärker und überlagert den Medikamentengeschmack
  • Direkte Eingabe mit der Spritze in die Backentasche, danach sofort ein Leckerli hinterher
 

Wenn deine Katze das Metacam trotzdem konsequent verweigert oder danach erbricht, sprich deinen Tierarzt an. Es gibt alternative Präparate mit anderem Geschmack – oder die Möglichkeit, auf ein anderes Schmerzmittel umzusteigen.

Wie schnell wirkt Metacam – und wie lange hält die Wirkung?

Nach der Eingabe wird Meloxicam über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Die schmerzlindernde Wirkung setzt im Lauf der ersten Stunden ein – den höchsten Wirkstoffspiegel im Blut erreicht Meloxicam erst nach mehreren Stunden. Du wirst also nicht direkt nach der Gabe eine Veränderung sehen; etwas Geduld in der ersten Zeit ist normal.

 

Die Wirkung hält rund 24 Stunden an, weshalb eine einmalige Gabe pro Tag ausreicht. Gegen Ende des 24-Stunden-Fensters lässt die Wirkung langsam nach – ein Grund, warum manche Katzen kurz vor der nächsten Dosis wieder unruhiger wirken oder weniger gut laufen.

 

Wann du mit sichtbarer Besserung rechnen kannst, hängt von der Ursache ab. Nach einer OP oder bei akuten Entzündungen wie einer Blasenentzündung merkst du den Unterschied oft schon nach der ersten oder zweiten Gabe: Die Katze frisst wieder besser, bewegt sich freier, wirkt insgesamt entspannter.

 

 

Bei chronischen Schmerzen wie Arthrose braucht es mehr Geduld. Hier baut sich die Wirkung über mehrere Tage auf. Viele Katzenhalter berichten, dass sie nach drei bis fünf Tagen eine deutliche Verbesserung sehen – die Katze springt wieder auf den Kratzbaum, putzt sich gründlicher oder spielt wieder. Wenn nach einer Woche Metacam keine spürbare Besserung eintritt, solltest du das mit deinem Tierarzt besprechen. Möglicherweise reicht die Dosis nicht aus, oder die Schmerzursache braucht eine andere Therapie.

Wie lange darf eine Katze Metacam bekommen?

Das hängt davon ab, warum deine Katze Metacam bekommt.

Kurzzeitgabe (wenige Tage): Nach einer OP, einer Zahnextraktion oder bei akuten Entzündungen wie einer Blasenentzündung verschreiben Tierärzte Metacam typischerweise für 3 bis 5 Tage. Nach Operationen sieht die Fachinformation eine Gesamtdauer von rund fünf Tagen vor; länger kommt nur infrage, wenn dein Tierarzt es im Einzelfall für nötig hält. In dieser Zeit kontrolliert das Medikament die Schmerzen, während der Körper heilt. Danach wird es abgesetzt. Bei unkomplizierten Eingriffen wie einer Kastration reichen oft 2 bis 3 Tage.

Langzeitgabe bei Arthrose (Dauermedikation): Hier wird es komplexer. Arthrose ist chronisch – die Schmerzen gehen nicht von allein weg. Viele Katzen brauchen dauerhaft Schmerzmanagement, um eine akzeptable Lebensqualität zu behalten. Meloxicam ist in der EU für die Langzeitgabe bei Katzen zugelassen, und es gibt Studien, die eine gute Verträglichkeit über Monate und sogar Jahre zeigen – vorausgesetzt, die Dosis stimmt und die Katze wird regelmäßig kontrolliert. Trotzdem ist eine solche Langzeitbehandlung kein Selbstläufer. Die niedrige Erhaltungsdosis wurde gezielt für die Dauertherapie entwickelt, und manche Tierärzte versuchen bei langfristiger Gabe, das niedrigste wirksame Level zu finden. Das Prinzip lautet: so wenig wie möglich, so viel wie nötig.

Blutkontrollen sind bei Dauergabe Pflicht. Meloxicam kann bei langfristiger Gabe die Nieren belasten – nicht, weil es sich dort anreichert, sondern weil es über die Hemmung der Prostaglandine die Durchblutung der Nieren drosselt. Besonders bei älteren Katzen, deren Nieren ohnehin nicht mehr auf Höchstleistung laufen, ist das ein Risiko. Dein Tierarzt sollte vor Beginn der Therapie die Nieren- und Leberwerte prüfen und diese Kontrollen im Verlauf regelmäßig wiederholen – in den ersten Wochen engmaschiger, danach mindestens alle sechs Monate, bei Risikokatzen häufiger. Sinnvoll ist, dabei nicht nur Nieren- und Leberwerte im Blick zu behalten, sondern auch Gewicht, Allgemeinbefinden und – gerade bei Katzen mit Nierenschwäche – den Eiweißgehalt im Urin. Wenn sich die Werte verschlechtern, muss die Dosis angepasst oder Metacam abgesetzt werden.

Absetzen: ausschleichen oder einfach stoppen? Bei einer kurzen Gabe über wenige Tage kannst du Metacam einfach absetzen. Bei Langzeitgabe empfehlen viele Tierärzte, die Dosis schrittweise zu reduzieren, statt von heute auf morgen aufzuhören. Das liegt weniger an einem Entzugseffekt – den gibt es bei NSAIDs nicht – sondern daran, dass die Schmerzen bei abruptem Absetzen schlagartig zurückkehren können. Ein langsames Ausschleichen hilft dir außerdem zu erkennen, ob deine Katze die Schmerztherapie überhaupt noch braucht oder ob sich der Zustand stabilisiert hat.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen – worauf du achten musst

Bei korrekter Dosierung vertragen die meisten Katzen Metacam gut. Trotzdem solltest du wissen, was passieren kann – und welche Kombinationen tabu sind.

 

Häufige Nebenwirkungen, vor allem in den ersten Tagen: Appetitlosigkeit, weicher Stuhl oder Durchfall, gelegentliches Erbrechen und Müdigkeit. Meist mild und nach ein bis zwei Tagen vorbei. Dass eine Katze nach den ersten Gaben müde wirkt, ist meist harmlos – leichte Müdigkeit kann sogar einfach bedeuten, dass deine Katze zum ersten Mal seit Langem schmerzfrei ist und sich entspannt.

 

Warum gerade Katzen empfindlich reagieren: Katzen bauen Meloxicam deutlich langsamer ab als Hunde. Der Wirkstoff bleibt länger im Körper – und belastet dadurch stärker die Nieren und den Magen-Darm-Trakt. Genau deshalb ist die Katzendosis so viel niedriger als die Hundedosis, und genau deshalb sind Dosierungsfehler bei Katzen besonders gefährlich.

Ernste Warnsignale – sofort zum Tierarzt:

  • Blut im Stuhl oder sehr dunkler, teeriger Kot
  • Erbrechen, das länger als einen Tag anhält oder blutig ist
  • Komplette Futterverweigerung über mehr als 24 Stunden
  • Auffällig vermehrtes Trinken und Urinieren
  • Apathie, Teilnahmslosigkeit, gelbliche Schleimhäute

Was du nicht mit Metacam kombinieren darfst

Cortison + Metacam ist ein absolutes No-Go. Beide Wirkstoffe greifen die Magenschleimhaut an – zusammen steigt das Risiko für Magengeschwüre und innere Blutungen massiv. Wenn deine Katze Cortison bekommt (z. B. Prednisolon bei Asthma oder Allergien), muss zwischen dem Absetzen des einen und dem Start des anderen Medikaments eine Pause liegen. Wie lange, entscheidet dein Tierarzt.

Andere Schmerzmittel (NSAIDs) wie Onsior, Previcox oder Aspirin dürfen nicht gleichzeitig mit Metacam gegeben werden. Auch hier addieren sich die Risiken für Nieren und Magen-Darm-Trakt. Ein Wechsel auf ein anderes NSAID braucht immer eine Auswaschphase dazwischen.

Antibiotika lassen sich nach tierärztlicher Entscheidung meist mit Metacam kombinieren. Metacam wird häufig zusammen mit Antibiotika verschrieben – etwa nach einer OP oder bei einer Blasenentzündung. Convenia (ein Langzeit-Antibiotikum per Spritze) und Metacam werden regelmäßig parallel eingesetzt. Vorsicht gilt aber bei Medikamenten, die selbst die Nieren belasten können – dazu zählen bestimmte Antibiotika wie die Aminoglykoside; solche Kombinationen wägt der Tierarzt gezielt ab. Gib grundsätzlich keine zwei Medikamente eigenmächtig zusammen, sondern kläre Kombinationen immer mit deinem Tierarzt ab.

Überdosierung – was tun, wenn es zu viel war?

Eine Überdosierung – also eine versehentliche Überdosis – passiert in den meisten Fällen nicht aus Nachlässigkeit, sondern durch Verwechslung. Die häufigsten Ursachen:

 

  • Hunde-Suspension statt Katzen-Suspension – dreifache Konzentration, dreifache Dosis
  • Falsche Dosierspritze – die Spritze aus der Hundepackung zur Katzenflasche verwendet
  • Doppelte Gabe – ein Familienmitglied hat bereits Metacam gegeben, ein anderes gibt es nochmal
  • Menge falsch abgelesen – eine Dezimalstelle übersehen und ein Vielfaches der verordneten Dosis aufgezogen
 

Symptome, die auf eine Überdosierung hindeuten: Starkes Erbrechen (teils blutig), Durchfall, Appetitlosigkeit, Apathie, vermehrtes Trinken, blasse oder gelbliche Schleimhäute, Bauchschmerzen (Katze kauert, lässt sich ungern am Bauch berühren). Bei schwerer Überdosierung können Nieren und Magen-Darm-Trakt akut geschädigt werden.

 

Was du sofort tun solltest:

 

  1. Ruf deinen Tierarzt oder die tierärztliche Notfallpraxis an – auch nachts, auch am Wochenende. Eine Meloxicam-Überdosierung bei Katzen ist ein Notfall.
  2. Notiere, was passiert ist: Welches Präparat (Hund oder Katze), welche Menge, wann gegeben.
  3. Gib kein weiteres Metacam und versuche nicht, deine Katze zum Erbrechen zu bringen – das entscheidet der Tierarzt.
  4. Bring die Flasche mit in die Praxis, damit der Tierarzt die Konzentration und verabreichte Menge nachvollziehen kann.
 

 

Je schneller deine Katze behandelt wird, desto besser die Prognose. Der Tierarzt kann mit Infusionen die Nieren unterstützen und den Wirkstoff schneller aus dem Körper spülen. Warte nicht ab, ob Symptome auftreten – handle sofort.

Wann Metacam nicht gegeben werden darf

Metacam ist kein Schmerzmittel, das bei jeder Katze bedenkenlos eingesetzt werden kann. Es gibt klare Situationen, in denen Meloxicam mehr schadet als hilft:

Niereninsuffizienz (CNI): Das ist die wichtigste Einschränkung. Meloxicam hemmt Prostaglandine, die unter anderem die Durchblutung der Nieren aufrechterhalten. Bei gesunden Nieren ist das kein Problem – bei einer Katze, deren Nieren bereits eingeschränkt arbeiten, kann Metacam die Restfunktion weiter verschlechtern. Katzen mit diagnostizierter CNI sollten Metacam nur in Ausnahmefällen bekommen, wenn der Tierarzt den Nutzen klar höher einschätzt als das Risiko – und dann unter engmaschiger Kontrolle der Blutwerte. Besonders bei älteren Katzen ab etwa 10 Jahren lohnt sich ein Nieren-Check, bevor Metacam überhaupt erstmals gegeben wird.

Magen-Darm-Erkrankungen und Magengeschwüre: Meloxicam schwächt den Schutzfilm der Magenschleimhaut. Katzen mit bekannten Magenproblemen, entzündlichen Darmerkrankungen (IBD) oder früheren Magengeschwüren haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Blutungen. Hier braucht es eine Alternative.

Trächtige und säugende Katzen: Meloxicam kann die Entwicklung der Kitten beeinträchtigen und geht in die Muttermilch über. In der Trächtigkeit und Stillzeit ist es tabu.

Dehydrierte Katzen: Wenn deine Katze zu wenig trinkt, Durchfall hat oder aus anderen Gründen dehydriert ist, sind die Nieren bereits unter Stress. Metacam obendrauf kann dann akutes Nierenversagen auslösen. Deshalb achten Tierärzte darauf, dass eine Katze ausreichend hydriert ist, bevor sie Metacam bekommt – und deshalb wird nach Operationen oft zuerst eine Infusion gegeben.

Bekannte Überempfindlichkeit: Selten, aber möglich – manche Katzen reagieren auf Meloxicam mit starkem Erbrechen, Schwellungen oder allergischen Symptomen. Wenn deine Katze Metacam schon einmal nicht vertragen hat, sollte auf ein anderes Schmerzmittel gewechselt werden.

Weitere Tabu-Situationen: Metacam ist außerdem nicht geeignet für Kätzchen unter sechs Wochen sowie für Katzen mit Herz-, Leber- oder deutlich eingeschränkter Nierenfunktion, mit Blutgerinnungsstörungen oder bei Verdacht auf ein Magen-Darm-Geschwür oder eine innere Blutung. Für die Injektionslösung gilt zusätzlich eine Untergrenze von zwei Kilogramm Körpergewicht.

Im Zweifel gilt: Dein Tierarzt kennt die Vorgeschichte und den aktuellen Gesundheitszustand deiner Katze. Wenn du dir nicht sicher bist, ob Metacam infrage kommt – frag nach, bevor du die erste Dosis gibst.

 

Erfahrungen mit Metacam bei Katzen

Wie gut eine Katze Metacam verträgt, lässt sich vorher nie ganz sicher sagen – das zeigt der Blick in Katzenforen besonders deutlich. Die Bandbreite reicht von monatelanger, problemloser Gabe bis zu deutlichen Reaktionen. Fünf Erfahrungen, die das Spektrum gut abbilden:

„Nach Zahn-OPs habe ich Metacam schon mehreren Katzen gegeben, vertragen haben es alle. Mein Kater Findus bekommt es inzwischen seit Monaten wegen einer Rachenentzündung – auch bei ihm ist alles in Ordnung, das Blutbild stimmt.”

 

— Forennutzerin, katzen-forum.net (Quelle: katzen-forum.net/threads/erfahrungen-mit-metacam.230181)

„Unser Kater hat Metacam nach einer Verletzung am Vorderfußwurzelgelenk täglich bekommen und gut vertragen, ich kann nichts Negatives berichten. Auch unsere anderen Katzen hatten nach der Gabe keine Probleme.”

 

— Forennutzer, spin.de (Quelle: spin.de/forum/500/-/192c2)

„Bei meinen Katzen lief es ganz unterschiedlich: Die eine ist unter Metacam richtig apathisch geworden, die andere hat es völlig problemlos vertragen.”

— Forennutzerin, katzen-forum.net (Quelle: katzen-forum.net/threads/erfahrungen-mit-metacam.230181)

„Mein Kater hat auf Metacam komplett verändert reagiert, er hat sich verkrochen und sogar ins Bett gemacht. Nachdem ich es abgesetzt hatte, war er schnell wieder der Alte. Seitdem entscheide ich mich dagegen, und ohne kommen wir gut zurecht.”

— Forennutzer, katzen-forum.net (Quelle: katzen-forum.net/threads/erfahrungen-mit-metacam.230181)

„Meine Katze bekam wegen eines heftigen akuten Schnupfens ein paar Tage Metacam, abgesprochen mit der Tierärztin. Etwa vier Wochen später lag sie mit akutem Nierenversagen in der Klinik, vier Tage am Tropf. Sie hat es geschafft, aber die Nieren haben einen bleibenden Schaden behalten.”

 

— Forennutzerin, das-katzen-forum.de (Quelle: das-katzen-forum.de/viewtopic.php?t=8237)

Ob die wenigen Tage Metacam vier Wochen später wirklich die Ursache für das Nierenversagen waren, lässt sich kaum belegen – der zeitliche Abstand ist groß, und ein NSAID-Schaden zeigt sich normalerweise während oder kurz nach der Gabe. Die Sorge dahinter ist trotzdem berechtigt: Meloxicam kann die Nieren belasten, vor allem bei Flüssigkeitsmangel oder vorbestehender Nierenschwäche, und in den USA gibt es für Meloxicam bei Katzen eine deutlich strengere Warnung vor wiederholter Gabe als bei uns. Genau deshalb sind ausreichend Flüssigkeit, die richtige Dosis und regelmäßige Blutkontrollen bei längerer Anwendung so wichtig.

 

 

Unterm Strich decken sich diese Erfahrungen mit dem, was die Daten zeigen: Die meisten Katzen vertragen Metacam gut, auch über längere Zeit, solange Dosis und Blutwerte stimmen. Aber die Reaktionen sind individuell – von Wesensveränderungen bis zu ernsten Nierenproblemen. Die Lehre daraus ist nicht „lieber kein Metacam”, denn für viele Katzen ist es das passende, gut verträgliche Schmerzmittel. Sondern: Beobachte deine Katze in den ersten Tagen genau, nimm Warnzeichen ernst und halte die Blutkontrollen ein, wenn sie es länger bekommt.

Metacam kaufen – Rezeptpflicht, Preise und Kosten

Metacam ist verschreibungspflichtig. Du bekommst es nur mit einem Rezept vom Tierarzt – egal ob in der Praxis, in der Apotheke oder in einer Online-Apotheke. Das gilt für alle Darreichungsformen: Suspension, Injektionslösung und auch für die Generika wie Loxicom oder Meloxoral. Ohne Rezept gibt es Meloxicam für Katzen in Deutschland nicht legal zu kaufen – Metacam rezeptfrei zu bekommen ist also nicht möglich.

Preise variieren je nach Packungsgröße und Bezugsquelle. Als grobe Orientierung:

 

  • 3 ml (reicht für eine kurze Behandlung über wenige Tage): ca. 15–25 €
  • 15 ml (Standardgröße für längere Behandlungen): ca. 25–40 €
  • 30 ml (für Langzeittherapie, z. B. bei Arthrose): ca. 35–55 €
 

Die Preise unterscheiden sich zwischen Tierarztpraxis, stationärer Apotheke und Online-Apotheke teilweise deutlich. Am günstigsten ist in der Regel die Online-Apotheke mit tierärztlichem Rezept. In der Tierarztpraxis zahlst du oft etwas mehr, hast dafür aber sofort das Medikament in der Hand und die passende Beratung dazu.

 

 

Wichtig: Metacam hat nach Anbruch eine begrenzte Haltbarkeit – in der Regel 6 Monate. Bei einer Kurzzeitbehandlung lohnt sich die 30-ml-Flasche also nicht, selbst wenn der Milliliter-Preis günstiger wäre.

 

 

Warum „Metacam ohne Rezept kaufen” ein Warnsignal ist: Wer Metacam ohne Rezept anbietet, handelt entweder illegal oder verkauft ein Produkt, bei dem du nicht weißt, was tatsächlich drin ist. Abgesehen vom rechtlichen Risiko ist der medizinische Grund für die Rezeptpflicht einleuchtend: Metacam muss nach Gewicht dosiert werden, es gibt klare Kontraindikationen, und gerade bei Katzen kann eine falsche Anwendung die Nieren dauerhaft schädigen. Das Rezept ist kein bürokratisches Hindernis – es ist ein Schutz für deine Katze.

Alternativen zu Metacam

Metacam ist nicht das einzige Schmerzmittel für Katzen. Wenn deine Katze Meloxicam nicht verträgt, Nebenwirkungen zeigt oder wegen einer Vorerkrankung kein Metacam bekommen darf, gibt es Alternativen.

Die bekannteste verschreibungspflichtige Alternative ist Onsior (Robenacoxib). Onsior gehört ebenfalls zu den NSAIDs, hemmt aber gezielter die entzündungsfördernde COX-2 und schont dadurch Magen und Nieren tendenziell etwas besser. Es ist für die Kurzzeitgabe bei Katzen zugelassen und wird von manchen Tierärzten auch länger eingesetzt – allerdings off-label. Für Katzen, die empfindlich auf Metacam reagieren, kann Onsior eine verträglichere Option sein.

 

Wann ein Wechsel sinnvoll sein kann:

  • Deine Katze erbricht wiederholt nach Metacam-Gabe oder verweigert das Futter dauerhaft
  • Die Nierenwerte verschlechtern sich unter Metacam
  • Metacam wirkt nicht ausreichend gegen die Schmerzen
  • Deine Katze hat eine Vorerkrankung, die gegen Meloxicam spricht
 

In jedem Fall entscheidet dein Tierarzt, welches Schmerzmittel für deine Katze am besten passt. Ein eigenmächtiger Wechsel – oder gar der Griff zu Schmerzmitteln aus der Humanmedizin – ist bei Katzen lebensgefährlich. Ibuprofen und Paracetamol sind für Katzen hochgiftig.

 

Neben den klassischen Schmerzmitteln gibt es auch natürliche Ansätze, die eine medikamentöse Therapie ergänzen können. Was es da gibt und was davon sinnvoll ist, erfährst du in unserem Artikel 6 natürliche Alternativen zu Metacam für Katzen

EU Veterinary Medicines Database: Metacam 0,5 mg/ml orale Suspension
Offizielle EU-Arzneimitteldatenbank mit Zulassungsinformationen zu Metacam 0,5 mg/ml für Katzen, inklusive Wirkstoff, Darreichungsform, Anwendung und Rezeptpflicht.
Vetpharm / Universität Zürich: Fachinformation Metacam 0,5 mg/ml für Katzen
Fachinformation zu Metacam 0,5 mg/ml mit offiziellen Angaben zu Dosierung, Anwendung, Gegenanzeigen, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen bei Katzen.
Deutsche Packungsbeilage von Boehringer Ingelheim: Metacam 0,5 mg/ml Suspension
Offizielle Packungsbeilage des Herstellers mit verständlichen Hinweisen zur Anwendung, Dosierung, Sicherheit und möglichen Nebenwirkungen von Metacam bei Katzen.
EU Veterinary Medicines Database: Metacam 2 mg/ml Injektionslösung für Katzen
Offizielle EU-Produktseite zur Metacam 2 mg/ml Injektionslösung für Katzen mit Angaben zu Wirkstoff, Anwendung, Zulassung und Rezeptpflicht.
Fachinformation zur Metacam 2 mg/ml Injektionslösung
Fachinformation zur Metacam-Injektionslösung mit Angaben zur Anwendung vor Operationen, zur Dosierung und zur möglichen oralen Weiterbehandlung.
2024 ISFM/AAFP Consensus Guidelines: Langzeitgabe von NSAIDs bei Katzen
Aktuelle internationale Leitlinie zur langfristigen Anwendung von NSAIDs bei Katzen, mit Empfehlungen zu Nutzen, Risiken, Kontrolle und sicherem Einsatz bei chronischen Schmerzen.
Studie: Low-dose Meloxicam bei Katzen mit chronischer Nierenerkrankung
Klinische Studie zur Wirkung von niedrig dosiertem Meloxicam bei Katzen mit stabiler chronischer Nierenerkrankung über einen Zeitraum von 6 Monaten.
Studie: Langzeitanwendung von oralem Meloxicam bei Katzen mit Arthrose
Studie zur langfristigen Verträglichkeit, Akzeptanz und Wirksamkeit von oralem Meloxicam bei Katzen mit Arthrose-Schmerzen.

FAQ - Häufige Fragen zu Metacam für die Katze

Leichte Müdigkeit gehört zu den häufigeren Begleiterscheinungen, vor allem in den ersten Tagen. Oft ist sie harmlos – manchmal wirkt eine Katze auch einfach entspannter, weil sie zum ersten Mal seit Langem schmerzfrei ist. Wird deine Katze dagegen auffällig teilnahmslos, frisst nicht mehr oder zieht sich völlig zurück, ist das kein normaler Effekt mehr: Setze Metacam ab und ruf deinen Tierarzt an. Eine ausgeprägte Wesensveränderung kann ein Zeichen für eine Unverträglichkeit sein.
Pauschal ist keins von beiden „besser". Beide sind NSAID-Schmerzmittel. Onsior (Robenacoxib) hemmt gezielter die COX-2 und schont Magen und Nieren tendenziell etwas mehr, ist aber vor allem für die kurze Anwendung gedacht. Metacam hat als Tropfen den Vorteil der fein abstufbaren Dosierung und ist für die Langzeitgabe bei Arthrose zugelassen. Für eine empfindliche Katze oder eine kurze Behandlung kann Onsior passen, für die Dauertherapie eher Metacam. Was im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet dein Tierarzt anhand von Diagnose und Vorgeschichte.
Einmaliges Erbrechen oder etwas weicherer Stuhl in den ersten Tagen ist meist harmlos – gib Metacam konsequent mit Futter, das reizt den Magen weniger. Hält das Erbrechen länger als einen Tag an, tritt es wiederholt auf oder siehst du Blut im Stuhl (auch sehr dunklen, teerigen Kot), setze Metacam ab und ruf deinen Tierarzt an. Das können Anzeichen einer Magen-Darm-Reizung sein, die du nicht aussitzen solltest.
In den allermeisten Fällen ja. Metacam und Antibiotika werden häufig parallel verschrieben, etwa nach einer OP oder bei einer Blasenentzündung – Convenia und Metacam zusammen sind in der Tiermedizin Routine. Tabu ist dagegen die gleichzeitige Gabe mit Cortison oder einem zweiten Schmerzmittel, weil sich dann die Risiken für Magen und Nieren addieren. Gib grundsätzlich keine zwei Medikamente eigenmächtig zusammen, sondern lass dir die Kombination vom Tierarzt bestätigen.
Nach einer unkomplizierten Kastration reichen meist 2 bis 3 Tage. Nach einer Zahn-OP oder Zahnextraktion sind es typischerweise 3 bis 5 Tage, weil die Schmerzen länger anhalten. Die genaue Dauer gibt dir deine Tierärztin mit – halte dich daran und setze nicht früher ab, nur weil deine Katze schon wieder frisst. Schmerzen lassen sich von außen oft schlechter einschätzen, als man denkt.
Vom Wirkstoff her ja. Loxicom und Meloxoral enthalten denselben Wirkstoff Meloxicam in derselben Konzentration (0,5 mg/ml für Katzen) wie Metacam – es sind Generika. Wenn dein Tierarzt oder die Apotheke dir statt Metacam eines davon gibt, bekommt deine Katze im Grunde das gleiche Medikament, oft etwas günstiger. Unterschiede gibt es höchstens im Preis und im Geschmack der Suspension. Mehr dazu liest du in unserem Artikel zu Meloxoral für Katzen. [interner Link → folgt]
Nein, auf keinen Fall. Ibuprofen und Paracetamol sind für Katzen hochgiftig – schon eine einzige Tablette kann lebensbedrohlich sein, weil Katzen diese Wirkstoffe nicht richtig abbauen können. Gib deiner Katze niemals Schmerzmittel aus der Humanmedizin und auch kein Mittel, das für einen Hund verschrieben wurde. Wenn deine Katze Schmerzen hat, ruf den Tierarzt an – es gibt speziell für Katzen geeignete und sichere Schmerzmittel wie Metacam.
Fazit

Metacam ist für viele Katzen ein zuverlässiges Schmerzmittel – nach einer OP genauso wie bei chronischer Arthrose. Entscheidend ist, dass du es richtig anwendest: die Katzen-Suspension mit 0,5 mg/ml verwenden, exakt nach Gewicht dosieren, am besten mit Futter geben und bei Langzeitgabe regelmäßig die Blutwerte kontrollieren lassen.

 

Wenn du die Dosierung einhältst, auf die Warnsignale achtest und Metacam nie eigenmächtig mit Cortison oder anderen Schmerzmitteln kombinierst, ist es ein sicheres Medikament mit jahrelanger Erfahrung in der Tiermedizin. Bei Unsicherheiten – ob zur Dosis, zur Dauer oder zu Nebenwirkungen – ist dein Tierarzt immer die richtige Anlaufstelle.

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Über den Autor
Dominik Martzy, BA
Tiergesundheit · Ernährung · Naturheilmittel

Dominik Martzy schreibt über Tiergesundheit, natürliche Heilmethoden und bewährte Tiermedikamente für Hunde, Katzen und Pferde. Er recherchiert anhand veterinärmedizinischer Studien und Erfahrungen von Tierhaltern – mit dem Ziel, komplexe Gesundheitsthemen verständlich und alltagsnah aufzubereiten. Praktische Erfahrung im Umgang mit Tieren sammelte er als Volunteer in internationalen Tierschutzprojekten.

 

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